Mut zur Lücke
Auch schon eine Wanderung mit einer Bähnli- oder Schifffahrt darin geplant? Und der Routenplaner hat die luftige Fahrt oder den See als Wanderstrecke berechnet und somit alle Daten inklusive Höhenprofil verfälscht? Im Routenplaner der Schweizer Wanderwege gibt es neu die Funktion «Neuer Abschnitt»: Ein Klick, und man kann beim Einzeichnen des Tracks die Seilbahn oder das Schiff auslassen und den Track einfach weiterzeichnen. Der Routenplaner berechnet nur die reine Wanderzeit.
Dazu passend findest du hier eine Auswahl an Seilbahn- und Schiffwanderungen.
90 Jahre Luzerner Wanderwege – ein Rückblick
- 1936 : Der 32-jährige Franz Xaver Leu, damaliger Sekretär des kantonalen Baudepartements und späterer Regierungsrat und Ständerat, gründet die Luzerner Arbeitsgemeinschaft für Wanderwege.
- 1945 : Nach dem Zweiten Weltkrieg fehlen die freiwilligen Arbeitskräfte. Die Arbeitsgemeinschaft versinkt im Dornröschenschlaf.
- 1957 : Der Verein wird reorganisiert. Ein neuer Name wird kreiert: Luzerner Wanderwege (LuWaWe).
- 1976 : Am 1. Juli wird das 1000. Mitglied gefeiert.
- 2000 : Die Website luzerner-wanderwege.ch geht online.
- 2026 : Das Wegnetz ist über 2750 Kilometer lang. Pro Jahr werden circa 50 geführte Wanderungen organisiert. Die Ehrenamtlichen der Luzerner Wanderwege werden im Rahmen der Sendung «Mona mittendrin» porträtiert.
Ein Jahr, ein neuer Berufsweg
Wer seine Leidenschaft fürs Wandern weitergeben möchte, kann bei Wanderwege Graubünden den einjährigen Berufslehrgang der Schweizer Wanderwege zur Wanderleiterin oder zum Wanderleiter absolvieren. In zwölf praxisnahen Modulen geht es von der Vorbereitung bis zur Durchführung von Sommer- und Wintertouren. Für den Lehrgang 27/28 mit Start am 12. März 2027 sind noch Plätze frei.
Jetzt anmeldenAb auf den Bergrücken
Über 50 Jahre lang diente die Seilbahn von Fidaz auf den Flimserstein den Menschen der Alp zum Milchtransport. Seit diesem Sommer ist die neu gebaute Bahn auch für Wandernde zugänglich. Sie erschliesst das Wandergebiet rund um den Flimserstein von Südosten her.
© Gemeinde Flims
Redaktion wandert mit Leserinnen und Lesern
Am 4. August wanderte das Redaktionsteam von DAS WANDERN zusammen mit 20 ausgelosten Leserinnen und Lesern aus der ganzen Schweiz vom Bruggerberg bis nach Schinznach Bad AG. Die Gruppenwanderung fand als Abschluss des Wunschmagazins (4/2026) statt. Ein herrlicher Wandertag mit viel Sonne, anregenden Gesprächen und in stetiger Nähe zum Wasser.
Gut vorbereitet ins Gelände
Mit dem Selbsttest der Kampagne «Sicher Bergwandern» der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) und der Schweizer Wanderwege findet man heraus, ob man bereit für Weiss-rot-weiss ist. Zudem erhält man hilfreiche Tipps für mehr Sicherheit am Berg. Mithilfe eines digitalen Memospiels wird das Wissen gefestigt – und danach mit der Teilnahme am Wettbewerb belohnt. Tolle Preise wie Transa-Gutscheine oder Lowa-Wanderpakete warten.
sicher-bergwandern.ch
Raus aus dem Kopf, rein in die Wanderschuhe
Gaby,
Gipfelstürmerin der
Schweizer Wanderwege:
«Wandern entschleunigt, schafft Abstand zum Alltag und lässt uns die Natur mit allen Sinnen erleben. Es wundert deshalb nicht, dass viele Menschen das Wandern nicht nur als Freizeitaktivität, sondern auch als Quelle für die innere Balance nutzen. Wie schon kurze Touren unsere psychische Gesundheit stärken können und welche neuesten Erkenntnisse Studien zum Thema Wandern und mentale Gesundheit liefern, erfährst du in meinem Blogartikel.»
© SWW
Die geführte Wanderung: Unterwegs mit Urs
«Es wird eine kalorienreiche Tour», beschreibt Urs Mühlemann seine Genusswanderung, die am 24. Oktober von Cham ZG nach Hünenberg führt. Apéro im Restaurant Degen, Mittagessen im Restaurant Zollweid und das Dessert im Restaurant Rössli. Erwarten darf man eine gutbürgerliche Küche. «Ganz bodenständig. Weisse Tischtücher mag ich gar nicht», sagt der 60-Jährige.
Es ist nicht die erste Themenwanderung, die Urs organisiert: Anfang des Jahres veranstaltete er eine Fotowanderung. «Ich überlege mir immer öfter, welchen Mehrwert ich neben dem gemeinsamen Wandern noch bieten kann», erzählt er. «Warum nicht mal zusammen Goldwaschen? Mir kommen immer wieder originelle Ideen.»
Was die Wanderung abgesehen vom Essen sonst noch bietet? «Es ist ein langer, gemütlicher Spaziergang», meint der gelernte Käser. Dieser führt nicht nur durch Zuger Dörfer, sondern auch ans Naherholungsgebiet der Reuss. «Für mich ein Meeresersatz», sagt Urs. «Hier kommt der landschaftliche Genuss hinzu.»
Zur geführten Wanderung
© Busslinger Foto
© zVg
Grüsse aus der Eiszeit
Die eindrucksvollen Gletschertöpfe im Puschlav GR, die fruchtbaren Lössböden im Baselbiet oder der idyllische Toteissee bei Hombrechtikon ZH (Bild) – sie alle erzählen davon, wie die Gletscher die Schweiz einst tiefgreifend geformt haben. Die neue Gönnerbroschüre der Schweizer Wanderwege führt auf zehn Herbstwanderungen zu Zeugen der Eiszeit und macht Erdgeschichte erlebbar. Ab Ende September auf der Website der Schweizer Wanderwege bestellbar.
Drei Pärke, ein Weg
Der neue Drei-Pärke-Weg verbindet den Schweizerischen Nationalpark, den italienischen Nationalpark Stilfserjoch und den Naturpark Biosfera Val Müstair über Landesgrenzen hinweg. Die viertägige Wanderroute führt auf 70 Kilometern durch eine einzigartige Alpenlandschaft voller Biodiversität.
© Chiara Giari
Für die Bergwälder der Zukunft
Wetterextreme wie Trockenheit, Stürme oder Starkregen verursachen viel dringliche Arbeit im Bergwald. Freiwillige unterstützen lokale Forstdienste und machen den Bergwald zukunftstauglich. Viele Projekte sind noch nicht ausgebucht. Teilnehmen können alle Menschen von 14 bis 84, Jugendgruppen und Firmen.
bergwaldprojekt.ch
© Bergwaldprojekt
Wander-Piktogramm wird geschlechtsneutral
Seit den 1990er-Jahren ist das Männchen mit Stock und Rucksack in der Schweizer Wandersignalisation unterwegs. Mit der neuen Signalisationsverordnung ist das Symbol seit dem 1. Juli 2026 angepasst: Dank der neuen Bein- und Brustgestaltung soll das Piktogramm geschlechtsneutraler wirken. Zudem wurde der Rucksack leicht abgespeckt. Die Symbole müssen nicht per sofort ersetzt werden, sondern erst, wenn die Signalisation ohnehin erneuert wird.
50 Prozent geschafft nach 13 Jahren
Die Karte wird immer röter – denn mit dieser Farbe kennzeichnet Pascal Bourquin alle Wanderwege, die er bereits abgelaufen ist. Am 27. August knackte der Projektwanderer und Ambassador der Schweizer Wanderwege eine beeindruckende Marke: Nach 13 Jahren hatte er die Hälfte des 66 577 Kilometer umfassenden Schweizer Wanderwegnetzes zurückgelegt.
lavieenjaune.ch