Auf Asphalt oder naturbelassen?
Wer wandert, hat seine Präferenzen, was den Belag auf Wanderwegen angeht. Die meisten schätzen natürliche Wege mit Kies, Gras oder Erde, weniger beliebt ist Hartbelag wie Asphalt oder Beton. Möglichst viel Naturbelag ist daher ein zentrales Qualitätsmerkmal der Schweizer Wanderwege. In deren Routenplaner wird neu im Höhenprofil aller 1500 Wandervorschläge, der geführten Wanderungen sowie der selbst geplanten Routen genau angezeigt, welcher Wegabschnitt Naturbelag und welcher Hartbelag aufweist. Erkennbar sind zudem Brücken, Treppen und Tunnel. Auch die in Wanderweg, Bergwanderweg und Alpinwanderweg unterteilten Wegkategorien sind ersichtlich. Damit kann die Planung noch genauer an die eigenen Bedürfnisse und Möglichkeiten angepasst werden.
Eigene Wanderroute planen - so gehts
Geführte Wanderung: Unterwegs mit Adrian
«Für uns Zentralschweizer ist der Naturpark Pfyn-Finges ein sehr ungewohnter Ort», sagt Wanderleiter Adrian Banz. «Das trockene, warme Klima, die Lärchen entlang der Berghänge und die Auenwälder unten an der Rhone, die Aprikosenplantagen, alles ist aussergewöhnlich.» Den Pfynwald kennt Adrian bereits von Klassenlagern oder von der Wanderleiterausbildung her. Am 8. Mai führt er nun eine Frühlingswanderung der Nidwaldner Wanderwege ins Wallis. Höhepunkte gibt es genug: den imposanten Illgraben, das Vogelparadies Leukerfeld oder die Bhutanbrücke über den Illbach.
Bildung und Natur, das sind Adrians Themen. Aufgewachsen ist er im Engelbergertal. Die Alp seines Vaters war während der Sommerferien so etwas wie sein zweites Zuhause. Seit seiner Kindheit ist der heute 41-Jährige viel in der Natur unterwegs und hat unterdessen in seiner Heimat schon fast jeden Berg bestiegen. Als Wanderleiter bringt er sein berufliches Engagement als Lehrer, Schulleiter und Heilpädagoge mit seiner Leidenschaft für Berge und Natur zusammen.
Zur geführten Wanderung
© Bilder: Adrian Banz
© Bilder: Adrian Banz
Blick in die Welt der Signalisation
Olivia Grimm,
Dreikäsehoch der
Schweizer
Wanderwege
«Wenn ich in der Schweiz auf den Wanderwegen unterwegs bin, brauche ich selten die Karte auf meinem Handy. Die gelben Wegweiser führen mich zuverlässig ans Ziel – etwas, das ich im Ausland oft vermisse. Wie ist es möglich, dass die einheitliche Signalisation hierzulande so gut funktioniert? Seit ich beim Verband Schweizer Wanderwege arbeite, sehe ich, was alles dahintersteckt und wie durchdacht das Ganze ist. In meinem Blogbeitrag werfe ich einen Blick zurück, gehe auf die verschiedenen Grundlagen ein und zeige die neuesten Entwicklungen auf.»
blog.schweizer-wanderwege.ch
Zu Kristallen wandern
Lange galten Bergkristalle als gefrorenes Licht, als Gaben aus einer verborgenen Welt tief im Fels. Hirten, Berggänger und spätere Strahler trugen dieses Wissen weiter – nicht aus Gier, sondern aus Neugier, Geduld und Respekt vor dem Berg. Regisseurin Irene Marty folgt in ihrem neuen Film «Im Bann der Quarzkristalle» dieser jahrhundertealten Spur mit der Idee, dass das Wertvollste oft dort liegt, wo man es nicht erzwingen kann. Sie begleitet Strahler auf ihrer Suche in der archaischen Welt der Urner Alpen und zeigt Bilder einer beeindruckenden Naturlandschaft. Wer diese hautnah erleben möchte, kann sich mit unseren Wandervorschlägen auf den Weg zu den Originalschauplätzen machen. Wer es lieber gemütlich nimmt, schaut den Film ab 23. April in den Schweizer Kinos.
Zu Kristallen wandern – die Wanderungen
Wanderkarten upgecycelt
Jede dieser Tüten ist ein echtes Unikat: Sie wurde sorgfältig von Hand aus Original‑Wanderkarten der Schweizer Wanderwege und Swisstopo gefertigt. Durch Upcycling erhalten die Karten ein zweites Leben – nachhaltig, charaktervoll und voller Schweizer Landschaftsgeschichte. Die Tüten sind ideal zum Verschenken oder als besondere Verpackung für kleine Mitbringsel. Produziert in Zusammenarbeit mit Arbes, einer Werkstätte für die Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen. Die Tüten können im Wandershop bestellt werden.
shop.schweizer-wanderwege.chWanderziele sammeln und gewinnen
Spiel, Spass und Sport: Bereits zum sechsten Mal findet in den Kantonen Graubünden, Luzern, St. Gallen und Zürich die Wandertrophy statt. In jedem Kanton gibt es zwölf spezielle Wanderungen zu entdecken. Wer mindestens fünf Ziele erreicht und diese mit dem Handy bestätigt, kann am Ende der Saison schöne Preise gewinnen. Im letzten Jahr wurden im Rahmen der Trophy über 35 000 Wanderkilometer zurückgelegt.
wandertrophy.ch
Toessegg
Lützelsee © Dominique Meienberg
Kinder begegnen Mutterkühen
Muss man vor Mutterkühen Angst haben? Wie verhält man sich richtig? Mehr Wissen über die tiergerechte Viehhaltung hilft, Unsicherheiten zu vermeiden. Auf dem Erlebnisweg «Lea und Ben bei den Mutterkühen» lernen Kinder an Spielstationen viel über das Verhalten und die Gewohnheiten von Mutterkühen und ihren Kälbern und können sie gleichzeitig auf der Weide beobachten. Bis im Herbst gibt es den Erlebnisweg in Freienstein ZH, Luthern Bad LU und Saignelégier JU.
mutterkuh-schweiz.ch/erlebnisweg
Fahrende Wanderweg-Rhomben
Auf Elektrobussen prangen gelbe Rhomben, die fast genauso aussehen wie Wanderwegmarkierungen. Das ist weder ein Werbegag noch eine neue Partnerschaft der Schweizer Wanderwege. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich im gelben Rhombus ein Elektropfeil und auf Nachfrage bei Bernmobil klärt sich auch der Hintergrund: Die Gefahrensymbole nach ISO-Norm 17840 signalisieren insbesondere der Feuerwehr bei einem Unfall, dass es sich um ein Elektrofahrzeug handelt.
© Rémy Kappeler