Schneeschuhwandern – die Basics

_DSF6835

Schneeschuhwandern – die Basics

Du möchtest gerne einmal das Schneeschuhwandern ausprobieren, weisst aber nicht so recht, wo du beginnen sollst? Kein Problem. Wir haben für dich die wichtigsten Tipps und Basisinformationen zum Schneeschuhwandern zusammengestellt: von Ausrüstung bis (Wander-)Ziel, hier findest du, was du für einen gelungenen Start ins Schneeschuhabenteuer brauchst!

Ausrüstung

Grundsätzlich sollte die Schneeschuh-Ausrüstung Folgendes beinhalten:

  • Schneeschuhe

    Moderne Schneeschuhe sind aus sehr leichtem Alu oder beweglichem Kunststoff. Da es zig verschiedene Modelle gibt, lässt du dich am besten im Fachgeschäft, zum Beispiel bei unserem Partner Transa, beraten. Wichtig zu wissen ist, dass die Grösse bzw. Auflagefläche der Schneeschuhe nach deinem Gewicht, inklusive gepacktem Rucksack und Kleidung, ausgesucht wird.

    Bei Schneeschuhen gibt es oft einen linken und einen rechten Schuh. Merke: Die Riemenlasche ist auf der Aussenseite.

  • Stöcke

    Zum Schneeschuhwandern benutzt du zudem Trekkingstöcke mit einer Handschlaufe und Tiefschneetellern. Diese brauchst du, weil die Teller der normalen Wanderstöcke zu klein sind und im Schnee einsinken.

  • Sicherheitsequipment

    Schneeschuhtouren finden abseits präparierter Wege in den leisen Weiten der Natur statt, wo Lawinen eine reale Gefahr darstellen. Deswegen musst du ein LVS-Gerät, eine Schaufel und eine Sonde dabei haben und diese anzuwenden wissen. Möchtest du das Schneeschuhwandern einmal ausprobieren, empfehlen wir, dich einer Gruppe anzuschliessen oder mit jemand Erfahrenem zu gehen.

  • Rucksack

    Für Proviant und allenfalls Wechselkleidung.

  • Sonnenschutz

    Eine Sonnenbrille darf nicht fehlen. Auch an bewölkten Tagen kann der Schnee blenden.

_DSF6443

Gut unterwegs: mit passender Ausrüstung lassen sich die Sonne und die verschneite Winterlandschaft am besten geniessen.

_DSF6296

Die passenden Schneeschuhe findest du, wenn du dein Körpergewicht in der Wanderkleidung wie auch das Gewicht des gepackten Rucksacks kennst.

Warum eigentlich Schneeschuhwandern?

Mit Schneeschuhen geht es sich im Tiefschnee viel leichter als mit normalen Wanderschuhen, da auf der grösseren Auflagefläche das Körpergewicht besser verteilt wird und man somit nicht so tief einsinkt. So lässt sich die Natur mit ihrer weissen Decke viel kraftsparender geniessen.

Kleidung

Die Kleidung sollte nach dem Zwiebelprinzip getragen werden, also in mehreren Schichten, damit man bei Bedarf Kleidungsstücke an- oder ausziehen kann, um die Temperatur zu regulieren.

Tipp 1: Für längere oder anstrengendere Routen lohnt es sich, Wechselwäsche mitzunehmen, damit du in den Pausen nicht auskühlst.

Tipp 2: Schneeschuhwandern kann durchaus schweisstreibend sein – vermeide den häufigen Anfängerfehler, dich zu warm anzuziehen, und starte lieber mit etwas weniger Kleidung.

Image

Der Aufstieg kann manchmal ganz schön schweisstreibend sein.

SWW_Winter_3140120

Das Wetter kann in den Bergen schnell umschlagen, deswegen ist Zwiebelschicht angesagt.

  • Unterwäsche und Socken

    Wähle ein Material, das wärmt und den Schweiss ableitet, zum Beispiel Kunstfasern oder Wolle. Diese sitzen faltenfrei und transportieren Feuchtigkeit nach aussen. So bleibst du trocken und warm.

  • Wärmeschicht

    Fleece oder Wolle regulieren die Temperatur und ein körpernaher Schnitt isoliert. Hierzu gehört eine Softshelljacke und -Hose.

  • Aussenschicht

    Diese muss sich gegen Wind und Wetter behaupten – sprich wasser- und winddicht sein. Sie schützt den Körper vor Durchnässung und Unterkühlung. Wähle eine Hardshell-Jacke und -Hose. Denke beim Hosenkauf auch an die Geräuschkulisse, die du auf der Tour erzeugen möchtest. Gamaschen verhindern feuchte Hosenbeine im unteren Bereich. Sie sind kein Muss, aber ein Plus an Wohlbefinden.

  • Schuhe

    Fürs Schneeschuhwandern musst du knöchelhohe und wasserdichte Wanderschuhe mit fester Sohle tragen. Du kannst auch spezielle Winterwanderschuhe dafür benutzen, die du z. B. bei unserem Partner Lowa findest.

  • Kopf und Hände

    Denke daran, dass die meiste Körperwärme über den Kopf entweicht. Setze also eine Mütze auf und halte dich warm. Handschuhe nicht vergessen: Bei wechselhaftem Wetter eignet sich ein dünneres und ein dickeres Paar. Allenfalls nimmst du auch ein Halstuch oder einen Schlauchschal mit.

Signalisation

Pink signalisierte Schneeschuhrouten sind allgemein zugänglich und für Wanderungen mit Schneeschuhen bestimmt. Besonders schwierige Passagen werden in der Regel gesichert.

Der technische Schwierigkeitsgrad definiert sich über die Steigung und die Querneigung im Gelände. Wie Skipisten sind Schneeschuhrouten je nach Schwierigkeitsgrad in drei Farben unterteilt. Diese Farben findest du auf den Starttafeln und teilweise auch auf den Zielwegweisern.

  • Blau steht für leichte Routen, die ideal für Anfänger:innen sind.
  • Rot signalisiert mittelschwere Touren, bei denen Trittsicherheit und etwas Erfahrung gefragt sind.
  • Schwarz markiert die anspruchsvollsten Strecken, die nur für geübte Schneeschuhwander:innen geeignet sind.

Benützer:innen müssen den Schwierigkeitsgrad der ausgewählten Route kennen und die entsprechenden Anforderungen an Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und körperliche Verfassung erfüllen. Du solltest dir zudem der Gefahren im Gebirge (Lawinen, Eis- und Steinschlag, Rutsch- und Absturzgefahr, Wetterumsturz) bewusst sein.

Achtung Gefahr

Schneeschuhrouten sind zwar signalisiert, aber nicht präpariert. Unpräparierte Routen können tückisch sein. Lawinen, plötzliche Wetterumschwünge oder Rutschgefahr sind reale Risiken. Informiere dich immer vorab bei lokalen Stellen wie Bergbahnen oder Tourismusbüros.

Lieber nicht alleine unterwegs?

Unsere kantonalen Wanderweg-Fachorganisationen bieten auch geführte Schneeschuhwanderungen an.

Gehtechnik

Mit Schneeschuhen zu gehen ist nicht sehr kompliziert und man gewöhnt sich schnell daran. Anfänger:innen merken, dass man etwas breitbeiniger gehen muss.

  • Im Flachen

    Versuche, nicht durch den Schnee zu stapfen, sondern die Füsse eher flach nach vorn zu ziehen – das kostet weniger Kraft.

  • Im Tiefschnee

    Wenn du gerade erst mit dem Schneeschuhwandern beginnst, gehe im Tiefschnee nicht voraus. Die erste Person muss spuren, deshalb empfiehlt es sich, erfahrene und fitte Personen vorzulassen. Sie legen die Strecke fest und spuren die Route. Für alle, die folgen, wird es deutlich einfacher.

  • Bergauf

    Bergauf kann es mit Schneeschuhen oft einfacher sein, den Hang senkrecht aufzusteigen statt im Zickzack, wie man es vom Sommer kennt. Du gehst dabei wie eine Treppe hoch und nutzt die Stöcke als Geländer. Diese Technik ist jedoch kräftezehrender – je nach Gelände entscheidest du dich für die passende Variante.

  • Bergab

    Beim Absteigen ist es zuweilen auch leichter, senkrecht hinunter zu wandern. Ist der Schnee tief, kann man auch geradeaus in grossen Schritten den Hang hinabspringen, was ein Riesenspass ist. Dabei in leichte Rücklage gehen und ab geht’s!  

Image

Naturverträglich unterwegs im Winter

Schneesport mit Rücksicht: Die Kampagne «Respektiere deine Grenzen» sensibilisiert für einen respektvollen Umgang mit dem Lebensraum von wildlebenden Tieren.

Mehr erfahren
Respektiere deine Grenzen
Image

Unsere Wandervorschläge

Entdecke die schönsten Touren, indem du im Filter die Kategorie Schneeschuhwanderungen wählst.

Hier geht’s zur Karte
Image

Leichte Touren für Anfänger:innen

Hier findest du leichte Schneeschuhrouten, die für Anfänger:innen geeignet sind.

Zu den Wandervorschlägen

Tags

Schnee Winter Schneeschuhe Anfängertipps

Mit Klick auf ein Tag können Sie dieses in Ihrem Account hinzufügen und erhalten auf Ihre Interessen zugeschnittenen Content vorgeschlagen. Tags können nur in einem Account gespeichert werden.

Kommentare

Noch keine Kommentare

Artikel wurde dem Warenkorb hinzugefügt.