• Schloss Oberhofen am Thunersee. Foto: Alexander Gempeler.

    Schloss Oberhofen am Thunersee. Foto: Alexander Gempeler..

    Thun — Oberhofen a. T. • BE

    Magie aus acht Jahrhunderten am Thunersee

    Der imposante Bergfried des Schlosses Oberhofen erinnert an jene längst vergangene Zeit, als die Freiherren von Eschenbach um 1200 ihre Burganlage am Ufer des Thunersees errichteten. Die Wandlung von der mittelalterlichen Burg zum wohnlichen Landsitz an traumhafter Lage erstreckte sich über eine längere Zeitspanne und legt Zeugnis einer wechselvollen Geschichte ab. Auf die einstige Besitzerfamilie von Scharnachthal geht die Kapelle mit den Fresken aus dem 15. Jahrhundert zurück. Von 1652 bis 1798 war im Schloss eine Landvogtei eingerichtet, aus dieser Zeit stammt das Verlies. Den Blick in eine andere Welt öffnet der in seiner Art einzigartige Orientalische Rauchsalon zuoberst im Turm. Das Fumoir wurde im Auftrag des neuenburgisch-preussischen Grafen Albert de Pourtalès realisiert, der das Schloss 1844 erwarb und zur Sommerresidenz für seine Familie umbauen liess. Zum Schloss gehört ein Park mit alten Baumbeständen, kunstvollen Blumenparterres und einem schattigen Laubengang. Wer nicht den Seeweg wählt, kann sich auf der vorliegenden Wanderroute gemächlich dem Schloss Oberhofen annähern. Das Museum ist von Mai bis Oktober geöffnet, ein Restaurant lädt zum Verweilen ein. Vom Schloss Thun verläuft der Weg zunächst entlang der gut besuchten Seepromenade bis nach Hünibach. Dort schwingt er sich auf den Spuren der Jakobspilger über den Siedlungsgürtel hinauf und folgt dem Waldrand mit einer atemberaubenden Sicht auf den See und die Gipfelparade der Berner Alpen. Der Abstieg zurück an den See verläuft durch den verwunschenen Sturzblockwald der Balmflue, wo ein grosser Bergrutsch vor 200 Jahren eine geheimnisvolle Höhle verschüttet haben soll. Genau wie diese Wanderung am Scheideweg zwischen Kultur und wilder Natur, so ist auch der Besuch des Schlosses Oberhofen ein Grenzgang zwischen Traum und Wirklichkeit.

    Information

    Schloss Thun, 033 223 20 01, www.schlossthun.ch
    Schloss Oberhofen, 033 243 12 35, www.schlossoberhofen.ch
    Schifffahrt Thunersee, 058 327 48 11, www.bls-schiff.ch


    Wanderung Nr. 1288

    Publiziert 2016 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

    Verein «Die Schweizer Schlösser»

    Thun
    0:00
    0:00
    Schloss Thun
    0:15
    0:15
    restaurant
    accommodation
    Hünibach Schiffländte
    0:45
    0:30
    Burech
    1:40
    0:55
    fireplace
    Balmflue
    2:05
    0:25
    Blooch
    2:25
    0:20
    fireplace
    Schloss Oberhofen
    2:35
    0:10
    Oberhofen a. T.
    2:40
    0:05

    Wandervorschläge

    Durch die kühle Cholereschlucht Nr. 2313
    Hünibach, Seematte — Steffisburg, Bösbach • BE

    Durch die kühle Cholereschlucht

    Der Startpunkt dieser abwechslungsreichen Wanderung liegt in Hünibach. Von dort führt der Weg zunächst durch ein kleines Wäldchen in Richtung Cholereschlucht. Kaum betritt man den Eingang zur Schlucht, sorgt ein frischer Luftzug für Abkühlung – eine Wohltat, besonders an warmen Sommertagen. Die Cholereschlucht begeistert mit ihren rauschenden Wasserfällen, den sprudelnden Bächlein und der beinahe exotisch anmutenden Kulisse. Der teilweise steile Aufstieg fällt dank des kühlen Klimas und der eindrucksvollen Natur leichter. Unterwegs laden mehrere Rastplätze ein, kurz innezuhalten und die besondere Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Nach dem Anstieg gelangt man über eine Strassenquerung ins idyllische Dorf Goldiwil. Von hier aus beginnt der Abstieg in Richtung Steffisburg. Der Weg führt abwechslungsreich vorbei an grünen Wiesen, traditionellen Bauernhöfen und durch schattige Waldstücke, bevor er über befestigte Wege direkt zur Busstation in Steffisburg hinabführt. Diese Tour ist besonders an heissen Tagen ein Genuss: Die kühle Brise in der Cholereschlucht und die landschaftliche Vielfalt machen sie zu einem Erlebnis für Gross und Klein.
    Panoramaweg Thunersee Nr. 0775
    Oberhofen, Wichterheer — Gunten • BE

    Panoramaweg Thunersee

    Sechs Hängebrücken sollen es dereinst sein, drei sind bereits realisiert: Der Panoramarundweg Thunersee ist am Entstehen. Als erste wurde im Dezember 2011 die Brücke über den Spissibach bei Leissigen eingeweiht, im Oktober 2012 die Brücke bei Sigriswil. Zweitere ist auch das Ziel der Wanderung, die bei Oberhofen am Thunerseenordufer beginnt. Der Aufstieg zur Balmflue führt hoch über der Schlucht des Riderbachs durch den üppigen Wald. Der Bach wird ohne Brücke in einem breiten Kiesbett überquert. Der steile Aufstieg führt zu einem kleinen Pass, der von Nagelfluhpfeilern begrenzt wird. Hohle Gassen, überhängende Felsen und breite Formationen wechseln sich ab. Ein kurzer Abstieg führt wieder zum Riderbach, der abermals überquert werden muss. Hier ist eine weitere Hängebrücke geplant. Der Bach stürzt an dieser Stelle einen Wasserfall hinunter. Den Hang entlang führt der Weg dann Richtung Blooch, wo ein Grillplatz der Bürgergemeinde Oberhofen zum Bräteln mit Aussicht auf Thunersee und Niesen einlädt. Weiter geht es durch den Wald, der immer wieder ein schönes Panorama freigibt. Kurz vor Erizbüel entlässt der Wald den Wanderer aus seiner schattigen Kühle. Bald erreicht die Route Aeschlen und damit die neu erstellte Hängebrücke hinüber nach Sigriswil. Sie ist mit 340 Metern Länge und 180 Metern Tiefe die grösste Hängebrücke des Panoramawegs. Sie wird übrigens nicht nur von Wanderern genutzt: Für die Kinder aus Aeschlen ist die Hängebrücke Teil des Schulwegs.
    Von Carona nach Montagnola Nr. 0705
    Carona — Montagnola • TI

    Von Carona nach Montagnola

    «Nie aber habe ich so schön gewohnt wie im Tessin... und eines meiner Bücher, das «Wanderung» heisst, ist nichts als ein Lobgesang an die Tessiner Landschaft. Sie ist mir zur Heimat geworden», schrieb Hesse 1954. Die Zeilen zeigen etwas von der heilsamen Wirkung, die Klima, Landschaft und Kultur dieses Landstrichs auf ihn hatten. Auf der Wanderung begeben wir uns auf die Spuren des Dichters. Im Zentrum von Carona angekommen, lohnt sich ein Besuch in der Pfarrkirche San Giorgio. Bemerkenswert ist ein Fresko des Jüngsten Gerichts im Chor der Kirche. Das malerische Dorf ist auch in Hesses Erzählung «Klingsors letzter Sommer» beschrieben. Gut wiederzuerkennen ist etwa ein Haus mit zwei kleinen Balkonen und einem im Dachgiebel aufgemalten Papagei. Ausgangs des Dorfes stehen das Grotto del Pan Perdü, im Wald ein Brunnen mit Tierfratzen und die Wallfahrtkirche Santa Maria oder Madonna d’Ongero, alles Bauten, die Hesse beschrieb. Die Kirche hatte es ihm besonders angetan: «Um die Zeit des Sonnenuntergangs ist der kleine Platz vor der Waldkirche der schönste in der ganzen weiten Gegend.» Vorbei am ehemaligen Kloster Santa Maria Assunta di Torello, das 1389 bereits aufgehoben wurde, führt der Weg durch schattigen Wald hinunter nach Figino und steigt auf der anderen Seite, der Collina d’Oro, über Agra nach Montagnola empor. Hier besteht ein Hesse‑Rundweg mit mehreren Stationen und eigener Signalisierung. Zu empfehlen ist ein Besuch im Hesse‑Museum in der Casa Camuzzi, in der der Dichter zwölf Jahre lang gewohnt hatte.
    Romantische Hotels Nr. 0617
    Sachseln — Sarnen • OW

    Romantische Hotels

    Diese Wanderung führt an mehreren Orten vorbei, die mit dem Nationalheiligen «Bruder Klaus» eng verbunden sind. Hauptziel dieser Route, die ganzjährig begangen werden kann, ist das ehemalige Kurhaus Nünalphorn, das heutige Hotel Paxmontana. Nach einer umfassenden, von der Denkmalpflege eng begleiteten Restaurierung wurde es im Dezember 2011 wiedereröffnet. Schon von aussen ist die Bezeichnung «romantisches Hotel» zutreffend, aber die Jugendstil‑Interieurs verleihen dem Haus einen ganz speziellen Charakter. Die Wanderung beginnt am Bahnhof in Sachseln, und bereits nach wenigen Minuten erscheint die Pfarr‑ und Wallfahrtskirche St. Theodul aus dem 17. Jahrhundert im Blickfeld. Beidseits der Eingangspforte zeigen Mosaiken den Bruder Klaus, dessen Gebeine und Eremitenrock im Kircheninnern verehrt werden. An den Turm der Kirche angebaut ist die Grabkapelle des Heiligen. Durch ein neueres Wohnquartier steigt der Weg über Endi bergwärts nach Flüeli‑Ranft. Hier lohnt sich die Besichtigung der auf einem Hügel thronenden Kapelle St. Borromäus. Auch das Geburts‑ und das Wohnhaus von Bruder Klaus stehen hier (nur von April bis Oktober geöffnet). Ein Muss ist der Abstieg in die Ranftschlucht zur Eremitenklause und zur Oberen und Unteren Ranftkapelle. Nach dem Wiederaufstieg schlendert man durch die Pergola zum Hotel Paxmontana. Wer hier nicht übernachten will, kann zur Hohen Brücke weiterwandern. Sie wurde 1893 erstmals erbaut, die heutige Brücke stammt von 1943 und ist mit 100 Metern Höhe über dem Fluss angeblich die höchste Brücke Europas. Dem Rand der Melchaaschlucht entlang gelangt man zu einer Lourdesgrotte und erreicht kurz danach Sarnen.

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