• Im Aufstieg zum Stöcklichrüz hat man einen wunderbaren Ausblick auf den Sihlsee. Bild: Andreas Staeger

    Im Aufstieg zum Stöcklichrüz hat man einen wunderbaren Ausblick auf den Sihlsee. Bild: Andreas Staeger.

    Willerzell, Bodenmattli — Lachen • SZ

    Alpweiden zwischen Sihlsee und Zürichsee

    Zwei Seen verbindet diese Wanderung im Kanton Schwyz. Der Hügelzug zwischen Einsiedeln und dem Obersee, dem östlichen Teil des Zürichsees, ist mehrheitlich bewaldet, doch die Wanderroute verläuft grösstenteils an baumfreier Kammlage oder dem Waldrand entlang. Die Sicht zu den Gipfeln der Schwyzer und Glarner Alpen ist deshalb kaum beeinträchtigt. «Der Weg ist Mühsal, das Ziel ist Glück»: Der Spruch steht auf einem Holzkreuz. Als Wanderer kann man nur bedingt beipflichten, denn in dieser Gegend ist auch der Weg Glück: Auf Kiessträsschen und Wiesenpfaden geht es von Willerzell zur Alp Summerig. Immer wieder geniesst man schöne Tiefblicke auf den Sihlsee. Nach und nach öffnet sich auch die Sicht nach Norden und Westen auf den Zürichsee. Ein letzter, etwas steilerer Hang führt zum höchsten Punkt der Wanderung: Das Stöcklichrüz ist eine grasbewachsene Anhöhe, die eine formidable Rundsicht bietet. Mehr als den halben Kanton Zürich kann man hier überblicken, auch den Säntis, die Alpenkette und den Jura sieht man. Der Abstieg beginnt zackig steil, doch schon bald wird das Gelände wieder deutlich sanfter. Über die Alp Diebishütten und am Bräggerhof vorüber steigt man nach Lachen ab.

    Information

    Erreichbar ist «Willerzell, Bodenmattli» mit dem Postauto ab Einsiedeln. Ab Lachen verkehren S-Bahn-Züge und Schiffe.

    Bergwirtschaft Diesbishüttli (geöffnet Fr–Mo), Altendorf, 079 689 79 07
    Alpwirtschaft Gueteregg, 055 442 13 89, https://gueteregg.ch/. Liegt nicht direkt an der Route, ist aber eine gute Infoquelle zum Abklären der Schneesituation.

    Wanderung Nr. 1671

    Publiziert 2020 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

    Andreas Staeger

    Willerzell, Bodenmattli
    0:00
    0:00
    Summerig
    1:05
    1:05
    Stöcklichrüz
    1:40
    0:35
    fireplace
    Diebishütten
    2:00
    0:20
    restaurant
    Bräggerhof
    2:30
    0:30
    Lachen
    3:30
    1:00
    Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

    Wandervorschläge

    Auf dem Panoramaweg Ägerital Nr. 2067
    Alosen, Raten — Unterägeri, Zentrum • ZG

    Auf dem Panoramaweg Ägerital

    Gut zu wissen, dass es Leute gibt, die Wanderwege markieren. Nicht nur, damit man sich nicht verläuft, sondern auch, um zu wissen, wo man die beste Aussicht hat. Der Weg zieht sich lange über den Grat zwischen Gottschalkenberg und Mangelhöhe – die Aussicht wird vom Wald meist verdeckt. Dann verlässt er den Grat und führt einen nun zur Aussicht: Man sieht Tödi, Clariden, Rigi und Pilatus, wunderschön! Alles beginnt auf dem Ratenpass. Zum Ausflugsrestaurant «Gottschalkenberg» gibt es mehrere Wege, derjenige am Chlausenchappeli vorbei ist etwas länger, aber am attraktivsten. Beim Restaurant verlässt man kurz die markierten Wege: Hinter dem Haus führt ein kleiner Pfad durch einen Waldspielplatz hinauf zu einer kleinen Lichtung. Hier liegt ein kleiner Sportplatz mit zwei Fussballtoren. Schon früher haben hier wohl Mönche Fussball gespielt – ehemaliger Eigentümer des Berghauses «Gottschalkenberg» war eine Klostergemeinschaft. Kaum ist man wieder auf dem markierten Weg, steht auf dem Charenboden der Gedenkstein für Fridolin Stocker (Pt 1162). Er war einer der Väter der populären Radiowanderungen in den 60er-Jahren, als jeweils bis zu 1500 Wandernde den Aufrufen von Radio Beromünster gefolgt waren. Dann geht es rauf auf besagten Grat und damit auf den Panoramaweg Ägerital. Nur ein-, zweimal geben die Bäume den Blick frei auf den Zürichsee. Ab der Mangelhöhe gibt es aber auf der anderen Seite viel zu sehen, kurz vor der Wanderhütte «Grümel» lohnt sich deshalb der kurze Anstieg zu zwei Feuerstellen. Einen weiteren Aussichtspunkt mit zwei Feuerstellen gibt es kurz nach Hinterwiden, bevor der Abstieg nach Unterägeri beginnt.
    Von Unteriberg über den Spital nach Gross Nr. 1651
    Unteriberg, Nidlau — Gross, Ebenau • SZ

    Von Unteriberg über den Spital nach Gross

    Um auf den Wanderweg zu gelangen, geht man vom Start bei der Haltestelle Nidlau etwa 200 Meter der Strasse entlang Richtung Oberiberg. Zwischen den letzten Häusern geht es ziemlich steil aufwärts durch den schönen Hochgütschwald, wo im Herbst die Pilze in Massen spriessen. Bald unterbrechen ausgedehnte Hangmoore den Wald. Wir befinden uns im Naturschutzgebiet Ibergeregg, mit 33 km2 die grösste Moorlandschaft des Kantons Schwyz. Im Herbst sind die Moore gemäht und bilden goldene Flächen zwischen dem Fichtengrün. Der Gipfel des Spitals bietet trotz seiner bescheidenen Höhe von 1573 m ü. M. eine wunderbare Rundsicht zum Glärnisch im Osten, zum Tödi im Süden und über die nahen Mythen hinweg zum Uri Rotstock im Südwesten. Die Route folgt nun dem Grat. Gleich nach dem Spital erhebt sich die Bögliegg. Danach folgt eine kurze Wegstrecke durch den Mösliwald. Einige Passagen über Holzplanken sind ziemlich rutschig. Liebhaber von Heidelbeeren könnten zudem für diesen Wegabschnitt etwas länger brauchen. Dahinter folgt als letzte Graterhebung der Hummel mit nochmals bester Sicht bis zum Säntis. Auch der Tiefblick zum Sihlsee ist von hier besonders schön. Mit über 10 km2 ist er der flächenmässig grösste Stausee der Schweiz, dafür ist er nur 23 Meter tief. Auf dem Grat abwärts nach Unterhummel verliert sich die Wegspur zwischenzeitlich im Grasland. Danach geht’s abrupt steil nach Rotmoos hinab und danach wieder flacher in Richtung Gross. Fast hat man ein wenig Hemmungen, dem Wanderweg zu folgen, denn einmal führt er durch ein Hirschgehege, ein anderes Mal hat man den Eindruck, einen Privatgarten zu betreten. Falls das Restaurant bei der Haltestelle Ebenau geschlossen hat, kann man in wenigen Minuten zur nächsten Haltestelle Nügüetli spazieren, wo es ebenfalls ein Restaurant gibt.
    Wandern am Feierabend 3 Nr. 1241
    Einsiedeln • SZ

    Wandern am Feierabend 3

    Auf den ersten Blick sieht es im rund 15 000 Einwohner zählenden Einsiedeln genauso aus wie in vielen anderen Schweizer Gemeinden dieser Grösse. Nach dem Aussteigen aus dem Zug geht es an einem Kiosk vorbei auf den nüchternen, schmucklosen Bahnhofplatz. Gleich dahinter präsentiert sich jedoch ein ganz anderes Bild: Konditoreien locken mit süssen Leckereien, und schicke Restaurants preisen in mehreren Sprachen ihre Spezialitäten an. Die Haupteinkaufsstrasse des Orts führt bis zu einem grossen, leicht ansteigenden Pflastersteinplatz mit einem auffälligen Brunnen, an dessen Kopfende ein mächtiges Bauwerk thront: das berühmte Kloster Einsiedeln mit der nicht minder berühmten Schwarzen Madonna. Die imposante Barockkirche ist ein international bekannter Wallfahrtsort und eine bedeutende Station auf dem Jakobsweg. Doch auch wer nicht vorhat, gleich bis nach Santiago de Compostela zu pilgern, sondern sich nur - zum Beispiel nach einem langen Tag im Büro - ein, zwei Stunden die Beine vertreten will, hat hier viele Möglichkeiten. Eine davon ist der Panoramaweg Sihlsee mit Start bei den Pferdestallungen der Klosteranlage, der zunächst durch Felder und Wiesen hindurch auf den Vogelherd und danach wieder hinunter bis an die idyllischen Gestade des Sihlsees führt. Weiter geht es für eine Weile dem Ufer entlang und schliesslich im Zickzack zurück nach Einsiedeln. Unterwegs vermitteln neun Informationstafeln allerlei Wissenswertes über die Region, und viele lauschige Plätzchen laden insbesondere Verliebte und die, die es werden wollen, dazu ein, eine Decke auszubreiten und die in weiser Voraussicht im Rucksack mitgebrachte Flasche Wein zu öffnen.
    Rundwanderung mit Rundumsicht Nr. 1098
    Im Ruostel • SZ

    Rundwanderung mit Rundumsicht

    Für Kinder, die gerne wandern, ist diese Bergwanderung eine tolle Sache: ein See und viele Tiere begegnen einem auf der Route. Der Höhepunkt ist sicher ein Besuch auf der Eselalp, der aber unbedingt im Voraus angemeldet werden sollte! Die Rundwanderung beginnt bei der Bushaltestelle Euthal, Ruostel, an der sich auch ein Parkplatz befindet. Nun kann man sich entscheiden, ob man gleich steil in Richtung Sattelalp (wie die Eselalp offiziell heisst) hochmarschiert, oder ob man die Richtung mit dem sanfteren, dafür aber längeren Aufstieg wählt und die Esel und Kupferhalsziegen zum Schluss besucht. Wem der Abstieg über Wiesen (Vorsicht: Rutschgefahr bei Nässe) zu steil ist, kann auf die Strasse ausweichen. Auf der Eselalp sollte definitiv genügend Zeit eingeplant werden, denn die ungefähr 50 Esel sind sehr zutraulich und mögen es, gestreichelt zu werden. Die Aussicht vor der Hütte auf die Schwyzer und Urner Bergwelt und hinter der Hütte auf den Sihlsee, Greifensee und Zürichsee sind es wert, sich diesen Genuss lange einzuverleiben. Noch besser geht das mit einem Stück selbstgebackenem Kuchen vom Hüttenwart-Paar. Bei der Variante «kurzer, steiler Aufstieg» geht es gleich noch etwas höher hinauf, aber dieses kleine Stück ist ein Klacks. Danach findet man sich auf einer wunderschönen Route wieder, die mal schmaler und mal breiter, aber nicht mehr so steil wie zu Beginn, über die Hügel des Gebietes zwischen Wägitalersee und Sihlsee führt. Wer noch nicht genug hat, kann die Wanderung nach Belieben verlängern, zum Beispiel mit einem Schlenker auf die Sattelegg oder einem Gipfelsturm auf den Chli Aubrig (bitte jeweils ca. 1.5 bis 2 Stunden dazu rechnen) oder man flankiert den Chli Aubrig und geht noch zur Wildegg, um von dort aus hinunter nach Euthal zu wandern. Die kürzeste Variante zurück ins Tal führt über Bärlaui und Chrummflüeli und saftige Alpwiesen hinab. Dann reicht es vielleicht noch für ein Bad im blauen Sihlsee.

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    236T Lachen

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    Schwyz Zentralschweiz Wanderung Sommer Gipfelwanderung Gratwanderung Höhen- und Panoramawanderung mittel T1

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