Urnerboden, Dorf — Linthal, Bergli • UR

Hochtalwanderung am Klausenpass

Die Wanderung beginnt auf der grössten Alp der Schweiz, dem Urnerboden. Krimifans werden die Umgebung aus der ersten Staffel «Wilder» sofort wiedererkennen. Die erste Hälfte führt dem Fätschbach entlang, links stets die markante Bergkette der Jegerstöck im Blick. Im Spätherbst laden unzählige zugefrorene Pfützen zum Kaputttreten oder Kieselstein-Boccia-Spielen ein; bei warmem Wetter bieten sich Plätze zum Planschen und Bräteln an. Nach einem kurzen Abschnitt auf der Klausenpassstrasse führt ein Pfad in den Wald hinauf. Durch den grün überwachsenen Boden wähnt man sich fast wie in einem Märchenwald. Oft ist der richtige Weg etwas schwer auszumachen. So können sich die Kinder als Detektive beweisen und ihn anhand der Wanderwegmarkierungen ermitteln. Nach zweimaliger Überquerung der Passstrasse verläuft der Weg durch idyllische Wiesen abwärts, und man hat das eindrucksvolle Panorama des hinteren Glarnertals stets vor sich. Ein Abstecher zum tosenden Wasserfall Berglistüber darf natürlich nicht fehlen. Der Zugangsweg wurde mit Geldern aus dem Post-Förderpreis 2021 saniert. Im Spätherbst empfiehlt es sich, die Wanderung allenfalls in umgekehrter Richtung anzugehen, da die Sonne erst nach dem Mittag die ganze Hochebene des Urnerbodens bescheint.

Information

Erreichbar sind die Haltestellen «Urnerboden, Dorf» und «Linthal, Bergli» mit dem Postauto ab Flüelen oder Linthal.

 

Gasthaus Urnerboden, 055 643 14 16, www.gasthaus-urnerboden.ch

Wanderung Nr. 1997

Publiziert 2022 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Monika Leuenberger

Wanderroute

Urnerboden, Dorf
0:00
0:00
Unterm Port
0:09
0:09
Gubel
1:02
0:53
Linthal, Bergli
2:14
1:12
Berglistüber
2:17
0:03
Linthal, Bergli
2:20
0:03
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Familienwanderung durch eine Drumlinlandschaft Nr. 2225
Schwarzenberg LU, Ennenmatt — Obernau, Dorf • LU

Familienwanderung durch eine Drumlinlandschaft

In Schwarzenberg startet diese gemütliche Wanderung. Während die meisten Postautopassagiere sitzen bleiben und bis ins Eigenthal weiterfahren, führt diese unbekanntere Route über die Schwandenegg auf den Blatterberg. Hier hat sich der Gletscher vor Jahrtausenden zurückgezogen, und die ehemals grauen Geröllhügel haben sich längst in grüne, lieblich anmutende Drumlins verwandelt. Weniger grün ist das gegenüberliegende Pilatusmassiv mit dem Mittaggüpfi, das im Sommer ein beliebtes Wanderziel ist. Auf angenehmen Naturpfaden wandert man zunächst entlang von Kuhweiden und Bauernhöfen. Im Frühling sind die Wanderwege hier teilweise noch von hohem Gras umgeben, und lange Hosen sind von Vorteil. Schliesslich gelangt man zum Aussichtspunkt Chrüzhubel, der mit einladender Feuerstelle und bequemen Liegebänken zur Rast einlädt. Entlang eines Mischwalds führt die Wanderung weiter Richtung Luzern und bietet einen zunehmend grossartigeren Panoramablick auf den Vierwaldstättersee mit den Bergen im Hintergrund, angefangen beim Bürgenstock und der Rigi bis hin zum weit entfernten Tödi. Der Abstieg nach Obernau ist schliesslich schnell geschafft, von wo alle paar Minuten ein Bus in die Stadt Luzern fährt.
Im Grand Canyon der Schweiz Nr. 1999
Laax GR, Demvitg — Versam-Safien • GR

Im Grand Canyon der Schweiz

Steinmännchen und Sandburgen bauen, verschiedene Blumen entdecken, aber auch Füsse baden im kalten Rhein – diese Wanderung ist reich an Höhepunkten für Familien. Die Wanderung ist einfach und geht mehrheitlich bergab. Sie eignet sich auch für kleinere Kinder sehr gut. Vom Start der Wanderung in Laax folgt die Route im ersten Teil dem Jakobsweg und führt vorbei an verschiedenen Aussichtspunkten hinunter in die Rheinschlucht. Eine erste grössere Pause bietet sich beim kleinen Seelein beim Punkt Mulin an. Hier befindet sich auch eine schöne Grillstelle, und die Füsse können zum ersten Mal gekühlt werden. Vom Bahnhof Valendas-Sagogn führt die Wanderung in die Rheinschlucht hinein. Gleich zu Beginn laden Sandbänke – wie riesengrosse Sandkästen – zum Spielen ein. Aus Steinen lassen sich Steinmandli bauen. Hier wird es schwierig, die Kinder fürs Weiterwandern zu motivieren. Der Glacetrick hilft wie so oft wieder auf die Beine. Durch die beeindruckende Rheinschlucht geht es weiter bis zum Bahnhof Versam-Safien. Hier gibt es ein schönes Café mit ausgezeichneten Kuchen und mit Glace für die Kinder. Mit etwas Glück erwischt man danach einen Panoramawagen der Rhätischen Bahn oder ab Valendas-Sagogn das Cabrio-Postauto zurück nach Laax.
Tieflick im Saastal Nr. 1911
Staldenried — Stalden VS • VS

Tieflick im Saastal

Von der Station der Gondelbahn in Staldenried führt die Route auf der Strasse zur Kurve bei Pt. 1104 hinunter und auf einem schmalen Pfad weiter hangabwärts. Der Weg mit eindrücklichem Tiefblick hinunter zur schäumenden Saaser Vispa verläuft nun stellenweise einer früheren Suone entlang und erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Später geht es über Geröllstufen hinunter zu einer alten Steinbogenbrücke über die Saaser Vispa und hinauf zum Weiler Raftgarten. Von hier bis Resti folgt der neue, fussgängerfreundlich eingerichtete Abschnitt, der eine letzte Weglücke schliesst, entlang des historischen Verkehrswegs zwischen Stalden und Macugnaga. Diese alte Handelsroute führte über den Monte Moropass auf die Südseite des Alpenhauptkamms. Ein Teil des Wanderwegs verläuft diesem geschichtsträchtigen Weg entlang, und der andere Abschnitt wurde gut gesichert in den Hang unterhalb der Kantonsstrasse verlegt. So ist es nicht mehr nötig, die Strasse zu überqueren. Auf der gegenüberliegenden Talseite ist zwischen den Birken der bereits zurückgelegte Weg erkennbar. Nach dem Überqueren der Matter Vispa und einem kleinen Gegenanstieg ist der Bahnhof Stalden erreicht.
Zum Moor auf der Wolzenalp Nr. 1433
Wolzenalp — Nesslau • SG

Zum Moor auf der Wolzenalp

Das neue Wanderwegstück im Hochmoor auf der Wolzenalp SG ist für Wanderer ein echter Gewinn. Für seinen schonenden Umgang mit der Natur und den ehrenamtlichen Einsatz von Firmen und Schulklassen ist es mit dem Prix Rando 2018 ausgezeichnet worden. Die Wanderung startet bei der Bergstation der Seilbahn auf die Wolzenalp. Wo sich im Winter Skifahrerinnen tummeln, beginnt das Hochmoor, wie die weiss leuchtenden Birkenbestände im Sommer von Weitem kundtun. Die Vegetation ist hier sehr reich: Orchideen, Sonnentau, Enzian, Sumpfherzblatt, Breitblättriges Wollgras und vieles mehr ist zu sehen. Die neue Wegführung verläuft nach der Hütte Hännis des Skiclubs Schaffhausen nicht mehr durch das Hochmoor, sondern durch den Wald auf gut befestigtem Weg bis Spitzweid. Die 850 zusätzlichen Meter dieses Teilstücks haben die Attraktivität deutlich gesteigert: Jetzt sieht man von oben aufs Moor und hat die bessere Aussicht auf das Alpsteinmassiv. Und man kriegt keine nassen Füsse mehr: Der bisherige Weg war feucht und schlammig. An den attraktivsten Stellen stehen zudem ausgefallene Holzbänke, Skulpturen am Wegrand laden zum Staunen und Verweilen ein. Nach dem neuen Wegstück führt die Schlaufe via Laui ins Ijental, wo es nach der Überquerung des Ijentaler Bachs auf der linken Seite des Gewässers via Laufenweid hinunter nach Ober- und Unterbürzlen geht. Vor der Überquerung der Thur ist auf einer kleinen Insel die Kapelle des Johanneums zu sehen. Über eine weitere Brücke führt der Weg dann am Ufer der Luteren entlang zum Bahnhof Nesslau-Neu St. Johann.

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