Schaffhausen, Dachsenbüel — Thayngen • SH

Idylle im hohen Norden

Einen Gang runterschalten: Die Wanderung durch die frühlingshafte Landschaft im nördlichsten Zipfel von Schaffhausen ist entspannend. Im wohlklingenden Freudental beginnt der sanfte Aufstieg auf die Hochebene, auf der man entschleunigt unterwegs ist. Wie passend, dass man an einigen Stationen des Schaffhauser Dichterwegs vorbeikommt und sich die lyrischen Perlen inmitten der Natur einverleiben kann. Der Abstecher zum Jakobsfelsen parallel zur Grenze zu Deutschland lohnt sich: Der Blick reicht weit übers üppige Grün. Das ehemalige Ferienheim bei Büttenhardt ist nun ein Zentrum für betreutes Wohnen und eine Pferdepension. Am Waldrand bei Hohliflue ist eine gemütliche Grillstelle eingerichtet. Der zweite Teil in Richtung Thayngen führt durch lichtgrüne Frühlingswälder und das Dörfchen Lohn. Bei Churzloch gibt es nochmals die Gelegenheit zum Grillieren, mit Ausblick über die Grenze auf die Vulkankegel im Hegau. Schwer vorzustellen, dass dieses Gebiet vor 150 Millionen Jahren unter dem Meeresspiegel lag. Zum Bahnhof nach Thayngen führt ein Themenweg der Biber entlang, wo man allerlei Wissenswertes über das Nagetier mit demselben Namen erfährt.

Information

Erreichbar ist «Schaffhausen, Dachsenbüel» mit dem Bus der Linie 6 des Stadtnetzes Schaffhausen. Ab Thayngen fahren Regional- und S-Bahnen nach Schaffhausen und Zug.

 

Beiz Büttenhardt, 052 649 20 75,
www.beiz-buettenhardt.ch
Restaurant Kuhstall, Lohn, 052 640 09 39, www.kuhstall-lohn.ch
Restaurant Sternen, Lohn, 052 649 33 01
Café Kaphilon, Lohn, 077 447 54 08

Wanderung Nr. 2060

Publiziert 2023 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Vera In-Albon

Wanderroute

Schaffhausen, Dachsenbüel
0:00
0:00
Gmaafäld
1:24
1:24
Jakobsfelse
1:41
0:17
Gmaafäld
1:54
0:13
Ferienheim
2:11
0:17
restaurant
accommodation
Hohliflue
2:29
0:18
fireplace
Lohn SH
3:17
0:48
Cherzestübli
3:32
0:15
fireplace
Hüttenleben
3:54
0:22
Thayngen
4:21
0:27
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Falschmünzern auf der Spur Nr. 1414
Saut-du-Doubs (débarcadère) — La Chaux-de-Fonds • NE

Falschmünzern auf der Spur

Sie versteckt sich zur Rechten der Route knapp unterhalb den in den Fels gehauenen Stufen und ist trotz dem angebrachten Schild leicht zu übersehen: die Grotte des Faux-Monnayeurs. Mit abgelegtem Rucksack schlüpft man durch den engen Zugang in die zehn mal drei Meter grosse Höhle, in die durch mehrere Öffnungen Licht einfällt. Die geheimnisvolle Stimmung, die sowohl in der Grotte als auch in ihrer moosbedeckten und von Hohlwegen durchzogenen Umgebung herrscht, macht es einem leicht, sich vorzustellen, wie hier früher Ganoven ihr Unwesen getrieben haben. Allerdings konnten Historiker keine Belege dafür finden, dass diese oder auch die kleinere Höhle gleich nebenan einst tatsächlich von Falschmünzern genutzt wurden. Nach der Schifffahrt von Les Brenets zum Wasserfall Saut-du-Doubs beginnt die Wanderung auf einem Waldweg auf der Schweizer Seite des Doubs hinauf zur Grotte des Faux-Monnayeurs. Von der Felshöhle geht es weiter Richtung Cernil Girard, und statt Bäume und gedämpftes Licht prägen fortan schmucke Bauernhöfe und zartgrüne Wiesen die Szenerie. Beim Aussichtspunkt Belvédère des Recrettes beginnt der Sentier Pillichody, ein weiss-rot-weiss markierter Bergweg. Kurz vor Les Roches de Moron zweigt die Route rechts ab, verläuft auf ansteigendem Terrain bis kurz vor La Galandrure durch den Wald und folgt ab Le Maillard dem Veloweg am Waldrand in Richtung La Sombaille. Von der Anhöhe Gros Crêt aus schweift der Blick noch einmal in die Ferne, und bald darauf ist La Chaux-de-Fonds erreicht.
Vom Paradies ins Weinland Nr. 1051
Langwiesen — Andelfingen • ZH

Vom Paradies ins Weinland

In Langwiesen führt die Wanderung direkt zum Rhein, dann flussaufwärts zum ehemaligen Klarissenkloster Altparadies, wo sich die beeindruckende Eisenbibliothek der Georg Fischer AG findet. Der ins Klostergut integrierte Fundus dieser Büchersammlung bietet eine weltweit einzigartige Thementiefe. Hier finden sich praktisch sämtliche Werke aktueller und historischer Literatur zum Werkstoff Eisen und zu allem, was in einem breiten Umfeld dazugehört. Die über 40 000 bibliophilen Kostbarkeiten zum Werkstoff Eisen und zu dem damit verbundenen Wissen stammen aus vielen Ländern und kommen in zahlreichen Sprachen daher. Die Sammlung umfasst Klassiker von Grossmeistern wie Isaac Newton genauso wie Fachliteratur der Neuzeit. Nach einem Besuch der Bibliothek lohnt sich auch ein Blick in die barocke Kirche; mit ihrer ruhigen Ausstrahlung ist sie ein wunderbarer Rastplatz für die Seele. Danach führt der Wanderweg unter der Hauptstrasse hindurch und über die Bahnlinie zum Waldrand. Eine stets leicht steigende Forststrasse führt zum Aussichtsturm bei der Hochwacht. Von da geht es zum Dorf Trüllikon hinunter, und beim Dorfplatz hält man zur Kirche. Dann leitet ein Höhenweg über den Rebbergen nach Krähenbuck. Bald gelangt man zum Husemer See, einem prächtigen Naturparadies mitten im Wald, das - je nach Jahreszeit - zumindest zum Fussbad lädt. Einer Forststrasse folgend geht es dann zum Schneitenberg. Bei der Hütte hält man rechts und erreicht bald die Bahnlinie. Der Weg folgt ihr bis zur Strassenüberführung. Man steigt zur Strasse hinunter und gleich nach der Unterführung wieder auf einen Wiesenweg hinauf, der zur nahen Autobahn führt. Über die Holzbrücke erreicht man schliesslich Andelfingen.
Die Kreten des Neuenburger Jura Nr. 0761
La Chaux-de-Fonds — Les Ponts-de-Martel • NE

Die Kreten des Neuenburger Jura

Diese Wanderung über Waldweiden und Hügel zwischen La Chauxde-Fonds und Les Ponts-de-Martel verläuft westlich des Tales von Les Ponts und La Sagne. Vom Südausgang des Bahnhofes La Chaux-de-Fonds quert die Route diagonal die Stadtpärke bis zum südlichen Stadtrand. Interessierte entdecken unterwegs den Jugendstil-Musik-Pavillon sowie eine reichhaltige Variation an Baumarten und Büschen. Westlich am Schwimmbad vorbei sind beim Kreisel die ersten gelben Wegweiser auszumachen. Der Weg steigt über den Mont Jaques, dann mehr oder weniger auf der Krete Richtung La Sagne und schliesslich weiter nach Les Pontsde-Martel. Le Communal ist eine typische, mit Tannen versetzte Waldweide des Neuenburger Jura mit grosszügigen Auflockerungen, die immer wieder die Sicht auf die umliegende Landschaft freigeben. Nach dem Übergang La Rocheta verläuft der Weg weiter über den bewaldeten Grat zum Aussichtspunkt 1257,3 und erreicht den Grand Som Martel. Dieser Gipfel erfreut durch eine besondere Weitsicht in die Umgebung: gegen Osten den Chasseral, die Windkraftanlagen auf dem Mont Soleil, Städte und Dörfer der Gegend und bei guter Sicht die Höhen der Vogesen. Westlich gegenüber zeigen sich der Creux du Van, der Chasseron und auch einige Alpengipfel. Die Bergwirtschaften Grand Sommartel, Petit-Sommartel sowie La Petite-Joux bieten regionale Spezialitäten. Auf dem Weiterweg nach Petit Som Martel kann meistens Bekanntschaft mit weidenden Pferden gemacht werden. Nach Petite Joux führt der Weg abwärts durch die Pouette Combe. Als Abwechslung zu den Weiden windet sich der Pfad nun zwischen Felsen den malerischen Graben hinunter und beendet die Wanderung am Bahnhof Les Ponts-de-Martel.
 Sauschwänzlebahn Nr. 0669
Bargen (SH) — Schleitheim • SH

Sauschwänzlebahn

Durch das waldreiche Merishausertal fährt der Bus ab Bahnhof Schaffhausen zum nördlichsten Dorf der Schweiz: Bargen, Startort dieser Wanderung. Die wenig befahrene Strasse führt schnell hinauf auf die aussichtsreiche Höhe, die eine herrliche Fernsicht bietet. Beim Naturschutzgebiet mit wunderschönen Orchideen wird die Landesgrenze überschritten, unweit davon markiert eine uralte Linde bei Neuhaus den topografischen Höhepunkt der Wanderung. Nach dem Dorf Randen senkt sich der Wanderweg durch den Wald nach Blumberg‑Zollhaus ab. Vorher aber lässt sich ausgiebig der Ausblick das Tal hinunter mit den imposanten Bauten der Sauschwänzlebahn bewundern. Bald taucht der Bahnhof Blumberg‑Zollhaus auf. Zuerst einmal heisst es sich um die Fahrkarten kümmern, denn die Fahrten mit der Dampfbahn mit zahlreichen Kunstbauten um den Kanton Schaffhausen herum sind immer sehr gut besetzt. Vor der Abfahrt bleibt noch Zeit, das sehenswerte Eisenbahnmuseum zu besuchen. Während der Fahrt schwelgen die Fahrgäste in Eisenbahnromantik und lauschen gespannt den Ausführungen über die Bahnlinie. Kommt der Zug nach gut einstündiger Fahrt im Wutachtal an, geht es von Weizen aus zu Fuss weiter. Der Wanderweg überquert die Wutach und damit die Landesgrenze und steigt im Wald bergan. In der Waldlichtung beim Weiler Ländli bietet es sich an, bei der Feuerstelle nochmals zu rasten, bevor man über den Stauferberg das traditionsreiche Dorf Schleitheim erreicht. Von dort bringt der Bus einen wieder nach Schaffhausen zurück.

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Schaffhausen Nordostschweiz Wanderung Sommer Höhen- und Panoramawanderung für Familien hoch T1

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