Gondiswil, Gemeindehaus — Madiswil • BE

Idyllische Wanderung durchs Mittelland

Einige gut eingerichtete Feuerstellen, zwei Burgruinen und ein Aussichtsturm: Diese Wanderung bietet gleich mehrere Höhepunkte. Deshalb sollte man genügend Zeit zum Verweilen einplanen. Vom Ausgangsort Gondiswil geht es zuerst über offene Wiesen, dann auf einem idyllischen Waldweg bis zur ersten Feuerstelle, dem Babeliplatz. Die Wanderung führt weiter durch den lauschigen Wald mit einem kurzen Anstieg bis zu den Burgruinen Langenstein und Grünenberg. Beide können von aussen erkundet werden. Die Überreste der Ringmauer der Ruine Grünenberg vermitteln einen Eindruck von den einstigen Dimensionen der Burg. Im Hof befindet sich der Schutzbau über dem Plattenboden, der bei der Grabung 1949 entdeckt wurde. Diese Burgruine eignet sich auch bestens als Spielplatz für die kleinen Wanderfreudigen. Von hier aus geht es weiter auf einem sanften Waldweg via Melchnau, vorbei am Rastplatz Pauli bis zum Höhepunkt der Wanderung, dem Aussichtsturm Hohwacht. Auf dem 20 Meter hohen Turm eröffnet sich ein grandioses Panorama vom Jura bis zu den Alpen. Auf der Panoramatafel sind 150 Berggipfel verzeichnet. Über Weiden und einen Waldweg erreicht man schliesslich das Ziel der Wanderung, das verträumte Dorf Madiswil.

Information

Erreichbar ist Gondiswil mit dem Zug ab Bern oder Thun bis Huttwil. Von dort fährt ein Bürgerbus (Reservation obligatorisch, 079 530 10 10) ins Dorfzentrum von Gondiswil – Fahrzeit ca. 8 Minuten.

Gasthof Bären, Madiswil, 062 957 70 10, baeren-madiswil.ch

 

 

 

Wanderung Nr. 2137

Publiziert 2024 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Yolanda Loosli

Wanderroute

Gondiswil, Gemeindehaus
0:00
0:00
Babeliplatz
0:45
0:45
fireplace
Burgruine Grünenberg
1:10
0:25
fireplace
Melchnau
1:20
0:10
Rastplatz Pauli
1:55
0:35
fireplace
Hohwacht
2:20
0:25
fireplace
Madiswil
3:20
1:00
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Rund um den Hegewald Nr. 1949
Ufhusen, Käserei Dorf — Eriswil, Station • LU

Rund um den Hegewald

Ausgangspunkt dieser Wanderung, die zwischen den Kantonen Bern und Luzern verläuft, ist das Dorf Ufhusen. Ein schmaler, ein Kilometer langer Pfad verläuft zunächst entlang eines plätschernden Bachs. Anschliessend führt er in den Wald, bevor steiler zu einem Bauernhaus hinuntergeht. Seine Holzfassade ist von Wind und Wetter gezeichnet. Von hier aus überblickt man die vielen Hügel, die diese Region charakterisieren. Auch der Hegewald ist nun in Sicht. Nach einer Abzweigung mit Picknickplatz führt der Waldweg hinunter ins Tal. Von hier aus geht es zunächst rechts am Hang entlang, dann nach einigen hundert Metern nach links den Abhang hinunter. Nach diesem Abstieg auf dem teilweise ins Gelände eingeschnittenen Weg gilt es, die Kräfte für den nächsten Aufstieg zu bündeln. Wieder oben angekommen bietet die Älbechegg freie Sicht auf die umliegende Landschaft. Der Weg führt nämlich auf einem Kamm abwechselnd auf- und wieder absteigend bis zum Endpunkt der Wanderung. Huttwil und das Mittelland sind zur Rechten, das waldreiche Napfgebiet zur Linken. Neben der Landschaft mit Wiesen, Tannen und Bauernhöfen hält auch der Wanderweg einige Sehenswürdigkeiten bereit. So zum Beispiel den Älbacher Lochstein, ein alter Grenzstein, der die Kantonsgrenze markiert, oder ein Hügel, der bis 2025 mit Messinstrumenten zur Verbesserung der Wettervorhersage ausgestattet ist. Nach diesem bedeutungsvollen Ort schlängelt sich der Weg zwischen Bauernhöfen hindurch und verliert dabei allmählich an Höhe. Der Abstieg wird kurz vor Eriswil noch steil. Im Ort erinnert eine Tafel daran, dass das Dorf am 8. Juni 2007 durch Sturzfluten eines heftigen Gewitters verwüstet wurde.
Höhenwandern im Oberaargau Nr. 1856
Dürrenroth • BE

Höhenwandern im Oberaargau

Die Wanderung in sanfter Hügelwelt begeistert durch grandiose Aussichten und Blicke in die stillen, bewaldeten, tiefer gelegenen Täler. Gleichzeitig bietet sie stattliche Bauernsitze am Wege. Dürrenroth ist ein Kleinod ländlicher Baukultur mit historischem Ortskern von nationaler Bedeutung. Vom Dorfplatz verläuft die Route hinunter an Bahnlinie und Strasse, wo der Weg sogleich steil ansteigt. Über sonnige Halden ist Chabisberg bald erreicht. Die folgenden fünf Kilometer Wegstrecke bieten schönstes Höhenwandern. Kurz nach Gansberg kann die Tour via Walterswil abgekürzt werden. Die eigentliche Route verläuft weiter in der Höhe über Felder und durch Waldstücke nach Gschwend, wo der Abstieg nach Ursenbach beginnt. Dessen Kirche verfügt über besonders wertvolle Fenster aus der Blütezeit der Glasmalerei um 1520. Ebenso berühmt war die Taverne «Löwen», in der Mitte einer wichtigen Poststrecke gelegen. Hier wurden früher die Postpferde ausgewechselt. Der Rückweg über Egg und Höchi beglückt genauso mit fantastischem Alpenpanorama. Zurück in Dürrenroth, lohnt sich ein Besuch der Kirche, die in ihrem Turm eine der ältesten Glocken der Schweiz aus dem Jahr 1392 beherbergt.
Höhenwanderung im Emmental Nr. 1125
Gmünden — Bärau • BE

Höhenwanderung im Emmental

Im Frühling sind noch eher selten Kühe auf den hochgelegenen Weiden des Emmentals anzutreffen. Keine Glocke ist zu hören. Doch unsere Wanderung mit Start in Gmünden führt uns in das Dorf Bärau, das seit drei Jahrhunderten eine Glockengiesserei beherbergt. Von der Bushaltestelle Gmünden geht man nordöstlich in Richtung Sieberli. Ein paar Hundert Meter geht es einem lieblichen Fluss entlang. Danach rechts abbiegen. Die Steigung beginnt durch eine sattgrüne Weidelandschaft mit faszinierendem Relief. Bei der Alphütte bereitet eine etwas verängstigte, aber gleichzeitig neugierige Ziegenherde einen besonderen Empfang. Rund um die Alphütte herumgehen und dann in Richtung Langnau rechts abbiegen. Nach etwa zehn Minuten entfaltet sich ein eindrucksvolles Panorama mit Blick auf die Alpenkette. Linkerhand beginnt der Höhenweg. Es geht auf und ab, stets dem Waldrand entlang, ab und zu auch durch lichte Waldabschnitte hindurch. Immer wieder kann man auf der linken Seite die wunderbare Aussicht auf die Berner Alpen geniessen. Bei Untergrindlen angekommen, beginnt der Abstieg. Es geht rund eineinhalb Kilometer einer kurvenreichen Asphaltstrasse entlang. Dann nach links wieder in die grünen Felder abbiegen. Beim Schulhaus Kammershaus links abbiegen, um wieder auf die Strasse zu gelangen. Der letzte Teil der Wanderung ist etwas weniger idyllisch, doch etwas Positves kann man ihm abgewinnen: Es geht dem schönen Bächlein entlang in Richtung Bärau, wo man auf Voranmeldung seine eigene Glocke giessen kann. Von der Bushaltestelle Bärau Dorf bringt einen der Bus wieder nach Gmünden zurück, oder zum Bahnhof Langnau i.E.
Hohwacht Nr. 0247
Melchnau — Langenthal • BE

Hohwacht

Die Mittelland-Wanderung im bernischen Oberaargau hat Überraschen­des zu bieten. So lohnt sich beim Ausgangspunkt Melchnau unbedingt der kurze Aufstieg auf den Schlossberg zu den beiden Burgruinen Grü­nenberg und Langenstein. Deren Herren gehörten zu den bedeutends­ten mittelalterlichen Adelsfamilien im Oberaargau und ihre Burgen waren einst imposante Anlagen. Von der Kirche in Melchnau wandert man dorfauswärts, bummelt an Kornfeldern vorbei zum Rastplatz Pauli, wo sich zwischen Schatten spendenden Bäumen Tische, Bänke und eine Grillstelle verstecken. Ein schmaler Pfad führt links hinein in den Wald und steigt stetig an bis zur Hohwacht, einst eine wichtige Höhenfeuer-Signalstation. Von den auch Chutzen genannten Signalpunkten konnten mittels Feuerzeichen Alarm ausgelöst oder Meldungen weitergegeben werden. Heute steigt man hier auf den 21 Meter hohen Aussichtsturm, der eine spektakuläre Rundsicht bietet, und kehrt am Fusse des Turms im Restaurant ein. Beim Abstieg leiten uns die gelben Wegweiser über den Weiler Bürgis­weier und den Rappechopf nach Gutenburg hinunter. Ins Bad Guten­burg kam man einst zur Kur, seine Geschichte verlief jedoch ähnlich wie diejenige anderer Kurbäder: Nach dem Ersten Weltkrieg blieben die Gäste aus, die grosse Zeit des Bädertourismus neigte sich dem Ende zu, in Gutenburg versiegte zudem die Mineralquelle. Das Element Wasser spielt jedoch zwischen Lotzwil und Langenthal nach wie vor eine wich­tige Rolle, denn hier liegt ein Teil der reaktivierten Wässermatten. Diese Wässersysteme, die auf das Wirken der Mönche des Zisterzien­serklosters St. Urban zurückgehen, sind ein einzigartiges kulturhisto­risches Denkmal und sorgen ganz nebenbei für ein entspannendes Wandererlebnis.

Passende Produkte aus unserem Shop

234T Willisau

CHF 22.50

Tags

Bern Mittelland Wanderung Sommer Höhen- und Panoramawanderung für Familien mittel T1

Mit Klick auf ein Tag können Sie dieses in Ihrem Account hinzufügen und erhalten auf Ihre Interessen zugeschnittenen Content vorgeschlagen. Tags können nur in einem Account gespeichert werden.