St-Ursanne, gare — Soubey, village • JU

Erfrischende Wanderung entlang des Doubs

Wer einmal am Doubs war, versteht, warum dieser Fluss Maler wie Charles L’ Eplattenier oder Émile Isenbart inspiriert hat. Die Wanderung folgt dem geschwungenen Lauf des Gewässers flussaufwärts, eingebettet in dichte Wälder, vorbei an steilen Kalkfelsen und sanften Wiesenhängen. Der Start in St-Ursanne mit seinen mittelalterlichen Gassen wirkt wie eine Reise in eine längst vergangene Zeit. Über die steinerne Brücke geht es ans gegenüberliegende Flussufer. Der Wanderweg Richtung Tariche schlängelt sich meist direkt oder nahe dem Ufer entlang, mal ist es schattig unter Buchen und Tannen, mal offen mit Blick auf das smaragdgrüne Wasser und saftige Wiesen. Immer wieder begegnet man stillen Buchten, in denen der Doubs fast unbewegt scheint. Die weitere Wanderung Richtung Chervillers wird begleitet vom leisen, meditativen Rauschen des Flusses. Eine Stahlbrücke führt kurz vor Chervillers von der rechten Flussseite auf die linke Seite. In Soubey, einem Dorf mit typischem Juracharakter, lässt es sich zum Abschluss angenehm verweilen – zum Beispiel bei einem feinen veganen Gericht im Restaurant du Cerf.

Information

Parc du Doubs, 032 420 46 70, parcdoubs.ch

Camping Tariche, 032 433 46 19, tariche.ch

Hotel Restaurant du Cerf, Soubey, 032 955 12 52, hotelducerf.ch

Wanderung Nr. 2315

Publiziert 2026 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Gaby Häring

Wanderroute

St-Ursanne, gare
0:00
0:00
St-Ursanne
0:15
0:15
Tariche
1:50
1:35
fireplace
Passerelle de la Charbonnière
2:55
1:05
Les Moulins
3:55
1:00
fireplace
Soubey, village
4:10
0:15
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Dem Lauf des Tabeillon entlang Nr. 2348
Glovelier — Pré-Petitjean • JU

Dem Lauf des Tabeillon entlang

Der Streifzug durch die jurassischen Freiberge wird begleitet vom sanften Murmeln des Tabeillon, dem die Route von Glovelier bis nach Le Prépetitjean zu weiten Teilen folgt. Am Dorfausgang geht der Asphalt in einen breiten Naturweg über, der immer wieder durch schattige Waldstücke führt. Der Aufstieg ist sanft und kaum wahrnehmbar. Die erste, keine besonderen Anforderungen stellende Hälfte der Wanderung ist geprägt von der Ruhe der Landschaft und den Düften der Natur. Unterwegs lassen sich Glockenblumen entdecken und hier und da ein paar Walderdbeeren pflücken. Spektakulärer wird es auf dem nächsten Abschnitt. Zwischen Côte du Droit und Envers de Bollement taucht der Weg in eine Schlucht, die von einer alten Mühle bewacht wird. Wieso hier eine Mühle steht? Das wird bald klar, stösst man doch einige Hundert Meter weiter auf ein altes Schaufelrad und den malerischen Etang de Bollement. Lehrtafeln erläutern, dass dieser künstliche Weiher, angelegt im 16. Jahrhundert, einst wertvolle Wasserkraft für die Verarbeitung von Holz und Getreide lieferte. Flussabwärts standen damals mehrere Schaufelräder, die Sägewerke und Kornmühlen antrieben. Etwas weiter erzählt der Etang du Plain de Saigne eine ähnliche Geschichte. Zwar werden diese Gewässer heute nicht mehr industriell genutzt, doch dafür bewahren sie einen grossen ökologischen Wert, eingebettet in eine Landschaft, die wesentlich zum Reiz dieser Route beiträgt. Die letzten Kilometer über für die Freiberge typische Wytweiden bilden den beschaulichen Abschluss der Wanderung, die am kleinen Bahnhof von Le Prépetitjean endet.
Blühende Damassine-Pflaumenbäume Nr. 2062
Asuel, Maison comm. — Fregiécourt, pl. La Baroche • JU

Blühende Damassine-Pflaumenbäume

Der Damassine, ein Branntwein aus der Damassine-Pflaume, ist aus dem kulinarischen Erbe des Juras nicht wegzudenken. Der traditionelle Ajoier Schnaps wird aus einer kleinen, im 13. Jahrhundert aus dem Orient eingeführten Wildpflaume gebrannt und ist seit 2010 AOP-geschützt. Am Dorfrand von Fregiécourt liegen zwei der vier Pflaumenplantagen von Alain Perret und Daniel Fleury, den beiden grössten Produzenten der Region. Im Frühling bilden die blühenden Pflaumenbäume den stimmungsvollen Abschluss einer gemütlichen Wanderung mit Start in Asuel. Von der Bushaltestelle aus geht es kurz den Lauf des Ruisseau de l’Erveratte entlang und anschliessend in einen Aufstieg, der auf breiten Wegen durch den Wald in Richtung der Krete und zur Grande Roche führt. Nach dem Einbiegen auf die Routen 31 und 453 von Schweizmobil lichtet sich der Blick, und es beginnt der angenehm zu begehende Gratweg. Von der Grande Roche aus hat man eine weite Rundsicht und erhält einen guten Eindruck von der Vielfalt der Landschaften der Ajoie. Beim Punkt 821 taucht die Route wieder in den Wald ein, verlässt bald darauf die Strecken von Schweizmobil und biegt stattdessen nach links ab, hinein in den Abstieg zum hübschen Dörfchen Pleujouse mit seinem Schloss und seinen Obstbäumen. Der letzte Abschnitt der Wanderung führt über Wiesen und Felder bis nach Fregiécourt.
Au Fil du Doubs Nr. 0560
Soubey — St-Ursanne • JU

Au Fil du Doubs

Im Hotel du Cerf in Soubey, dem Ausgangspunkt der leichten, aber langen Wanderung, gibt es nur ein Thema: Fische. Damit ist nicht nur die Speisekarte gemeint, die mit frischen Forellen in allen Variationen glänzt. Das «du Cerf» ist das «Basislager» der Angelfreunde: Denn bei Wirt Alain José bekommen sie Tages‑ und Wochenpatente oder auch einfach nur ein paar Tipps für unterwegs. Wer nicht französisch spricht, wendet sich an den «Basler Tisch», wo oft hervorragende Fliegenfischer anzutreffen sind. Denn der Doubs ist hier, wo schon bald ein Naturpark entsteht, besonders fischreich. Die Flusslandschaft nahe an der Grenze zu Frankreich überrascht auch mit ihrer reichhaltigen Flora und Fauna und verzaubert mit ihrer Ruhe. Zweite Anlaufstelle in Soubey ist die alte Mühle aus dem Jahr 1565, die letzte einer ganzen Reihe. Danach gehts dem Fluss entlang weiter nach Tariche. Sollte man hier auf der falschen Flussseite sein, wenn man den Doubs schon bei La Charbonnière überquert hat, ist das auch kein Problem: Einfach ein wenig gestikulieren und rufen, und schon rückt der Wirt mit seinem Boot aus und setzt die Gäste fürs Mittagessen über. Spezialität des Hauses? Natürlich Forelle. Welche Uferseite man für den zweiten Teil der Wanderung wählt, spielt keine Rolle. Beide führen ohne nennenswerte Auf‑ und Abstiege nach St‑Ursanne. Das historische Zentrum des mittelalterlichen Städtchens mit seinen Bürgerhäusern aus dem 14. bis 16. Jahrhundert hat sich über die Jahrhunderte nur wenig verändert. Bekannteste Sehenswürdigkeit ist das Kloster mit Kreuzgang und romanisch‑gotischer Stiftskirche, deren Ursprünge auf das 12. Jahrhundert zurückgehen.
Mit dem Postauto Nr. 0291
Soubey, garage — St-Ursanne Bahnhof • JU

Mit dem Postauto

Die Postautofahrt über den Clos du Doubs, den Hügelzug zwischen den Doubsschlaufen, bietet bereits einige schöne Aussichten, etwa auf das Städtchen St‑Ursanne oder über das Tal des Doubs. Die Wanderung beginnt an der Endstation (Soubey garage). Wer Soubey nicht nur als Durchfahrtsort in Erinnerung halten will, steigt bereits bei Soubey village aus. Stattliche Jura‑Bauernhöfe prägen das Dorfbild. Die unter Denkmalschutz stehende Kirche St‑Valbert soll die einzige Schweizer Kirche nördlich der Alpen mit einem Dach aus Kalksteinplatten sein. Die dünnen Platten stammen aus Steinbrüchen der Region und sind ausserordentlich schwer, dafür aber fast unbegrenzt haltbar. Nun folgt der Wanderweg dem Lauf des Doubs. Mal erscheint er als blaues Band, mal grün, bleiern oder schwarz, dann wieder bildet er weisse Schaumkronen, wenn er über steinigen Grund eilt, und auf einmal glänzt er wie ein dunkler Spiegel, wenn er wie ein See fast stillzustehen scheint. Bei La Charbonnière führt ein Steg auf die andere Uferseite, und bei Tariche lockt ein Restaurant, wiederum auf der gegenüberliegenden Flussseite, doch dank der Fähre ist es nicht unerreichbar. Nachdem man dem Doubs nach Osten, Norden und zuletzt Westen gefolgt ist, erscheint St‑Ursanne, das durch ein malerisches, mittelalterliches Stadtbild mit drei schönen Stadttoren besticht. Neben dem gut erhaltenen Stadtkern schätzen durstige Wanderer/innen sicher auch die zahlreichen gemütlichen Bistros und Restaurants. Ganz beendet ist die Wanderung allerdings noch nicht. Bis zum Bahnhof, der oberhalb des Städtchens liegt, rechne man mit etwa einer Viertelstunde Fussmarsch.

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222T Clos du Doubs

CHF 22.50

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Jura Jura Wanderung Sommer Uferwanderung mittel T1

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