Rossens FR, village — La Roche FR, village • FR

Zu den Kames im Greyerzerland

Kames wie bei Pont-la-Ville sind kegelförmige Hügel, die in diesem Fall der eiszeitliche Rhonegletscher hinterlassen hat. Sie entstehen, wenn Schmelzwasser auf der Gletscheroberfläche Geröll mitreisst, durch Spalten bis an den Grund des Gletschers verfrachtet und dort anhäuft. Mehrere solcher Rundhügel blieben in diesem Gebiet im Greyerzerland erhalten, weil sich der Rhonegletscher nicht mehr bewegte und sie nicht unter sich zerstörte, sondern nur noch abschmolz und zusammensackte. Von Rossens führt der Wanderweg hinunter zur Staumauer des Lac de la Gruyère, und quert auf einer Hängebrücke eine Seebucht. Der 1948 in Betrieb genommene Stausee ist volumenmässig der drittgrösste, flächenmässig der zweitgrösste und mit seinen über 13 Kilometern der längste Stausee in der Schweiz. Nach einem kurzen Aufstieg vom Seeufer hoch zum Hof Les Entos taucht der erste Kame auf. Dieser Begriff bedeutet auf Schottisch «steiler Hügel aus Lockermaterial». Formschön erhebt sich der erste Kegel vor dem fernen Gibloux mit seiner Antenne auf der anderen Seeseite. Während des weiteren Aufstiegs tauchen immer mehr dieser eiszeitlichen Kames auf. Vom Fuss des Hügels La Combert sind sie nochmals von oben zu sehen, dann steigt der Wanderweg hinunter nach La Roche.

Information

Tourismus Greyerzerland, fribourg.ch                                                                               

Auberge du Barrage, Rossens, 026 411 08 80, auberge-du-barrage.ch

Wanderung Nr. 2365

Publiziert 2026 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Sabine Joss

Wanderroute

Rossens FR, village
0:00
0:00
Les Entos
1:00
1:00
La Fayaula
2:15
1:15
La Roche FR, village
2:40
0:25
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Einheimische Baukultur im Niedersimmental Nr. 2219
Därstetten — Erlenbach i.S. • BE

Einheimische Baukultur im Niedersimmental

Auf dieser voralpinen Wanderung begegnet man viel einheimischer Baukultur und wenig Menschen. Die Route, die in weiten Teilen dem Simmentaler Hausweg folgt, wartet aber nicht nur mit beeindruckender Zimmermannskunst auf, sondern verspricht auch eine fantastische Aussicht auf die noch schneebedeckten Gipfel des Berner Oberlands. Die Wanderung beginnt in Därstetten, und mit der Sonne im Rücken geht es den Hang hinauf. Schnell ist das Dorf verlassen, und statt Häuser begleiten einen nun Bachrauschen, Bärlauchgeruch und Zitronenfalter. Nun folgt man einem Terrassenweg, der ohne weitere nennenswerte Höhenunterschiede verläuft. Immer wieder bieten sich beeindruckende Ausblicke Richtung Niesen, Fromberghore und Drunegalm. Begleitet wird dieser Abschnitt von Vogelgezwitscher, ruhigen Höfen und ein paar Kühen. Kurzzeitig führt der Weg über Hartbelag, doch in Nidfluh wird man dafür gleich von vier traditionellen Häusern begrüsst, die alle im 17. oder 18. Jahrhundert erbaut worden sind. Anschliessend geht es auf Wiesen- und Waldpfaden weiter. In der Luft ziehen Mäusebussarde und Gleitschirmflieger ihre Kreise. Das letzte Wegstück führt auf einem Bergwanderweg dem Wildenbach entlang hinunter ins hübsche Dorf Erlenbach im Simmental, am Fusse des Stockhorns.
Aussichtsreiche Höhen in den Freiburger Voralpen Nr. 2093
St. Silvester, Dorf — Plasselb, Dorf • FR

Aussichtsreiche Höhen in den Freiburger Voralpen

Auf dieser Wanderung kann man erleben, dass auch in den Voralpen extreme Wetterereignisse wie Sturm und Starkniederschlag Schäden verursachen können. Einige Wanderminuten nach St. Silvester quert der Wanderweg eine grosse Weide mit Mutterkühen, die sich Wanderer gewohnt sind und ruhig weiterfressen. Nach Gross Schwand leitet ein mehr oder weniger deutlicher Pfad über die Weiden in den blockreichen Wald am Fuss der Chrüzflue. Umgestürzte Bäume zeugen von früheren Stürmen. Sorgfältig in den steilen Hang gebaute Stufen und an exponierten Stellen angebrachte Kabel leiten sicher hoch auf den breiten Rücken der Chrüzflue. Alte Wegspuren zeigen, dass der Wanderweg schon mehrmals von der dem Wetter ausgesetzten und entsprechend erosionsanfälligen Abbruchkante im Westen weg verlegt werden musste. Im Osten ist an einem Gegenhang auch der grosse Hangrutsch bei Falli-Hölli zu sehen, bei dem 1994 eine ganze Ferienhaussiedlung zerstört wurde. Der Gipfel der Chrüzflue bietet Sitzgelegenheiten, eine Feuerstelle und lohnende Aussicht. Der Abstieg hinunter zur Ärgera ist stellenweise etwas steil und holprig. Der Wanderweg ist in sicherem Abstand zum Bachbett angelegt. Geröll und Geschiebe am Ufer zeigen, wie wild die Wassermassen der Ärgera nach starken Niederschlägen toben können.
Dem Brünig entgegen Nr. 1234
Hasliberg Reuti — Brünigpass • BE

Dem Brünig entgegen

In Meiringen wurde die Meringue erfunden. Das behaupten jedenfalls die Meiringer. Fest steht: Nicht nur die dortigen Meringue sind herrlich. Auch süsse Walderdbeeren und Himbeeren gibt es in den Wäldern des Haslitals massenhaft. Eine Wanderung lohnt sich deshalb auch mit den Kleinsten. Erst recht, wenn zudem eine Gondelfahrt und ein Bad im See locken. Aber der Reihe nach. Die Wanderung auf dem Panoramaweg Haslital startet mit der Gondelbahn in Meiringen - natürlich mit einer echten Meringue aus der dortigen Bäckerei im Gepäck. Von Hasliberg Reuti macht der Weg einen sanften Bogen hinauf - wer die Höhenmeter schneller hinter sich bringen will, wählt den direkten Zickzackweg. Auf Feldwegen wandert es sich gemütlich dem Hang entlang, anschliessend passiert man Feriensiedlungen und Bauernhäuser, bis das Badeseeli von Wasserwendi erreicht ist. Hier gibt es ein kleines Beizli, man kann die Füsse baden und allerlei Getier beobachten. Eintritt zahlt nur, wer auch badet. Am Badeseeli ist es so schön, dass es etwas Überwindung braucht, um wieder aufzubrechen. Der Weg führt aussichtsreich den Hang entlang, steigt ziemlich stark ab, quert den Weiler Hohfluh und führt bald in den Wald hinein. Auf diesem Wegstück hilft Kindern zum Vorwärtskommen die Aussicht auf die süssen Beeren, die es hier massenhaft gibt. Im Wald verläuft der Weg im angenehmen Auf und Ab, die Beeren lassen die Kinder immer wieder anhalten. Auch die grossen Findlinge beeindrucken die kleinen Wanderer, denn zum Teil eignen sie sich auch gut zum Klettern. Über ein kurzes Stück der vielbefahrenen Hauptstrasse wird der Brünig schliesslich erreicht. Damit endet eine süsse Sommerwanderung - mit Meringues, Erd- und Himbeeren.
Gemütliche Wanderung durch den Regionalpark Aargau Nr. 2208
Zeihen, Stauftel — Schinznach Dorf, Oberdorf • AG

Gemütliche Wanderung durch den Regionalpark Aargau

Kaum aus dem Dorf Zeihen heraus, rattert ein Güterzug vorbei, Laster und Autos verschwinden lärmend im Bözbergtunnel. Keine Minute später jedoch umfasst die Wandernden Ruhe. Die junge Sissle fliesst leise gurgelnd. Etwas weiter oben fällt das Wasser über eine 5,4 Meter hohe Felsstufe. Es ist der höchste Wasserfall im Kanton Aargau. Der Einstieg in diese Wanderung überrascht, und abwechslungsreich geht es weiter. Da ist das eingassige Strassendorf Linn, Geschäftsstelle des Juraparks Aargau. Da verwundert es nicht, dass man hier auf Teiche, Holz-, Lesesteinhaufen, Hochstammbäume und Hecken trifft, alles Strukturen, die von einem sorgfältigen Umgang mit der Natur zeugen. Höhepunkt in Linn aber ist die 800-jährige Linner Linde. Weiter geht es zum Linnerberg, von wo aus das industrielle Aargau beeindruckt. Bei der Waldlichtung Möösere schweift der Blick auf die mit Buchenwäldern bestockten Hügel, aus denen mittelalterliche Burgruinen ragen. Und schliesslich führt ein mit Mauern aus Jurakalk gestützter Weg entlang von Rebbergen ins Dorf Schinznach und zur Busstation. Ein Rundgang durchs Dorf vor der Heimreise lohnt sich.

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