Kirchdorf BE, Kirchgasse — Toffen • BE

Hinterlassenschaften des Aaregletschers

Diese Wanderung am Fuss des Belpbergs von Kirchdorf nach Toffen führt durch eine Landschaft, die vom eiszeitlichen Aaregletscher geprägt wurde. Die Wanderstrecke lag während der Eiszeiten unter einem Panzer von mehreren Hundert Metern Eis, das bis über den Belpberg reichte. Beim Rückzug des Gletschers blieb bei Gerzensee ein grosser Eiskörper zurück. Solches Eis ohne Verbindung zur Gletscherzunge wird als Toteis bezeichnet. Beim Schmelzen entstand eine Vertiefung, die sich mit Wasser füllte und einen See bildete: den Gerzensee. Dieser von Schilf und Feuchtwiesen umgebene Toteissee ist heute ein Naturschutzgebiet und aus einiger Entfernung vom Wanderweg aus sichtbar. Dem vom Eis modellierten Westhang des Belpbergs entlang geht es mit schöner Aussicht über das Gürbetal weiter Richtung Toffen. In einer früheren Eiszeit hobelte der Aaregletscher eine schmale und etwa 150 Meter tiefe Schlucht unter dem heutigen Talboden aus. Gegen Ende der Eiszeit gruben sich die Eismassen nicht mehr tiefer in den Talboden, sondern verbreiterten ihn. Von der einst tiefen Gletscherschlucht im Gürbetal sieht man heute nichts mehr, sie wurde mit Geröll und Geschiebe aufgefüllt.

Information

Netzwerk Schweizer Pärke, 031 381 10 71, parks.swiss

Gasthof Bären, Gerzensee, 031 781 14 21, gerzensee-baeren.ch

Gasthof Bären, Toffen, 031 819 03 92, baerentoffen.ch

Wanderung Nr. 2367

Publiziert 2026 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Sabine Joss

Wanderroute

Kirchdorf BE, Kirchgasse
0:00
0:00
Gerzensee
0:45
0:45
Kramburg
1:25
0:40
Toffen
2:15
0:50
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Zu den Lössböden bei Basel Nr. 2368
Allschwil, Dorf — Basel, Neubad • BL

Zu den Lössböden bei Basel

Die Nordwestschweiz mit dem Baselbiet blieb während der Eiszeiten immer eisfrei. Doch auch hier gibt es Spuren der Eiszeit: der gelbliche Lössboden im Untergrund. Während der Eiszeiten und beim Rückzug der Gletscher verfrachteten Winde riesige Mengen an Gesteinsmehl aus den Gletschervorfeldern in die Region um Basel. Der sogenannte Löss besteht vor allem aus Kalk- und Tonmineralien und sehr feinen Quarzsandkörnern. Aus diesen Lössablagerungen entwickelten sich sehr fruchtbare Böden, die gut Wasser speichern und von den Pflanzen leicht durchwurzelt werden können. Von der Tramhaltestelle in Allschwil sind es dem Mülibach entlang nur wenige Schritte von der Stadt aufs Land. Durch farbigen Herbstwald und an abgeernteten Feldern vorbei führt der Wanderweg durch das beschauliche Mülital und dann zur Anhöhe bei Ziegelhof. Durch farbigen Buchenwald geht es hinunter zum Dorenbach. Wer Lössboden sehen möchte, verlässt bei Herzogematt den offiziellen Wanderweg und folgt einem kleinen Pfad zu den Teichen. Schon nach wenigen Schritten ist am Wegrand der gelbliche Untergrund zu sehen. Nach einer Schlaufe am Aussichtsturm vorbei zurück zum offiziellen Wanderweg geht es weiter dem Dorenbach entlang Richtung Basel.

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