Emmenbrücke Kapf — Ballwil • LU

Zu den Schotterebenen im Luzerner Seeland

Vor über 80 000 Jahren transportierte der vorrückende Reussgletscher riesige Geröll- und Sandmengen aus den Alpen in die Gegend nördlich von Luzern. In der riesigen, spärlich bewachsenen Schotterebene suchten Mammuts, Wollnashörner, Rentiere und Wölfe nach Nahrung. Durch die vorrückenden und sich wieder zurückziehenden Eismassen war die Gegend mehrmals von einem Eispanzer bedeckt und wurde wieder freigegeben. Die Schichten der Schotterwände in den Kiesgruben der Gegend verraten, dass über Ballwil das Eis phasenweise mehrere Hundert Meter dick war. Vom Gewicht dieser Eismassen wurden die ursprünglich lockeren Schotterablagerungen kompakt zusammengepresst. Der Schotter im Untergrund ist heute nicht nur ein wertvoller Rohstoff für die Bauindustrie, sondern auch ein wichtiger Grundwasserleiter. Mit schönster Aussicht auf die Alpen, die Rigi und den Pilatus führt die Wanderung von Rothenburg nach Ballwil. Zwischendurch wird der Wanderweg zum schmalen Pfad, der über Weiden, an Bauernhöfen und sogar an einem Weingut vorbei führt. Kurz vor Ballwil ermöglicht eine Kiesgrube Einblick in die Vergangenheit und die Schätze im Untergrund.

Information

Eiszeitpark Ballwil, erlebnis-eiszeit.ch

Kein Wanderweganschluss, zu Fuss etwa 20 Minuten vom Bahnhof Ballwil entfernt.

Wanderung Nr. 2369

Publiziert 2026 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Sabine Joss

Wanderroute

Emmenbrücke Kapf
0:00
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Rothenburg
0:20
0:20
Herrendingen
1:20
1:00
Eschenbach LU
2:00
0:40
Ballwil
2:50
0:50
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Bei jedem Wetter auf dem Luzerner Kapellenweg Nr. 2361
Hellbühl, Post — Buttisholz, Dorf • LU

Bei jedem Wetter auf dem Luzerner Kapellenweg

Neben klassischen Schönwetterwanderungen, die man wegen der Aussicht vorwiegend bei Sonnenschein unternimmt, gibt es Routen, die sich auch bei argem Hudelwetter begehen lassen. Der Luzerner Kapellenweg gehört dazu. Ihn säumen zahlreiche Kirchen und Kapellen, die einen lebendigen Einblick in die sakrale Architektur des Luzerner Hinterlands vermitteln – und gleichzeitig für Schutz vor den Unbilden der Witterung sorgen. Der Kapellenweg beginnt bei Hellbühl und endet in Ettiswil. Mehr als fünf Stunden dauert die gesamte Tour. Wem das für einen neblig-nassen Tag zu lang ist, der beschränkt sich auf ein Teilstück. Empfehlenswert ist etwa die erste Hälfte der Route. Dieser Wandervorschlag beginnt mit dem einzigen nennenswerten Anstieg der Strecke: Von Hellbühl geht es 100 Höhenmeter aufwärts nach Hueb. Wenig später erreicht man mit der Katharinen-Kapelle bei Under Herreweg bereits den höchsten Punkt der Tour; von nun an wandert man meist ebenen Wegs via Ruswil, St. Ulrich und St. Ottilien nach Buttisholz. Das sanft hügelige Rottal, durch das der Kapellenweg führt, ist eine Gegend mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung. Kornfelder, Wiesen und Weiden prägen die Gegend. Die Kehrseite der schmucken Medaille: Die meisten Bauernhöfe sind mit Strässchen erschlossen. Das Verkehrsaufkommen ist zwar gering, für Wandersleute ist die Sache trotzdem etwas unerfreulich: Der Kapellenweg verläuft zu mehr als der Hälfte auf Hartbelag. Zwischen den asphaltierten Strecken gibt es glücklicherweise immer wieder naturnahe Abschnitte. Besonders reizvoll ist etwa das Teilstück von Rüediswil nach Buttisholz. An dieser Strecke liegt auch die Wallfahrtskapelle St. Ottilien. Mit ihrem achteckigen Grundriss und ihrer zierlichen Silhouette ist sie ein aussergewöhnliches Juwel unter den Sakralbauten der Schweiz.

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Luzern Zentralschweiz Wanderung Sommer Winter für Familien mittel T1

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