• Bezaubernde Aussicht von der Hundwiler Höhe. Bild: Elisabetta Antonelli

    Bezaubernde Aussicht von der Hundwiler Höhe. Bild: Elisabetta Antonelli.

    Hundwil — Appenzell • AR

    Über die Hundwiler Höhi

    Das Appenzellerland feiert sich 2013 selber. Vor 500 Jahren wurde es als 13. Stand in die Eidgenossenschaft aufgenommen. Die Appenzeller begehen dieses runde Jubiläum mit einer ganzen Reihe an Festen und Anlässen. Die Wanderung von Hundwil nach Appenzell beginnt dort, wo das Freilichtspiel «Der dreizehnte Ort» aufgeführt wird, auf dem Landsgemeindeplatz von Hundwil, das man übrigens «Hondwil» ausspricht. Der Aufstieg zur Hundwiler Höhi ist eine Herausforderung für die Waden, lohnt sich aber nicht nur wegen der Aussicht auf den Alpstein und die grünen Appenzeller Hügel, sondern auch wegen der kulinarischen Belohnung. Ohne eine Appenzeller Siedwurst gegessen zu haben, sollte man diesen Berg nicht wieder verlassen. Auf dem eigentlichen Gipfel der Hundwiler Höhi, gleich neben dem Gasthaus, zeigt der Grenzstein an, wo man Ausserrhoden verlässt und Innerrhoder Boden betritt. Über einen langen Grat, der auf beide Seiten gute Sicht in die Täler ermöglicht, führt der Weg hinab über Himmelberg mit seinen verstreuten Bauernhöfen und schliesslich ins geschäftige Appenzell. Der Wanderweg führt direkt auf den Landsgemeindeplatz, der im Gegensatz zu seinem Pendant im ausserrhodischen Hundwil immer noch benutzt wird.

    Information

    Erreichbar ist «Hundwil, Dorf» mit dem Bus von St. Gallen oder Herisau aus. Von Appenzell fährt der Zug nach Gossau.

    Bergrestaurant Hundwiler Höhe,
    071 367 12 16, www.hundwilerhoehe.ch

    Wanderung Nr. 0780

    Publiziert 2013 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

    Monika Freund

    Hundwil
    0:00
    0:00
    Buechberg
    0:45
    0:45
    restaurant
    accommodation
    Hundwiler Höhi
    1:50
    1:05
    restaurant
    accommodation
    Himmelberg
    2:45
    0:55
    Appenzell
    3:50
    1:05
    Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

    Wandervorschläge

    Familienwanderung durch die lauschige Wissbachschlucht Nr. 2224
    Herisau — Degersheim • AR

    Familienwanderung durch die lauschige Wissbachschlucht

    Ist man am Glatttal-Viadukt vorbei, lässt man Herisau und sein Industriequartier schnell hinter sich. Es folgt der erste von zwei etwas längeren Anstiegen. Weiter geht es nach Schwänberg. Der kleine Weiler ist der älteste urkundlich erwähnte Ort im Appenzellerland. Das alte Rathaus, erbaut 1627–1630, das Rutenkaminhaus und das Weisse Haus bilden ein harmonisches Ensemble und machen Schwänberg zu einem Ortsbild von nationaler Bedeutung. Als Nächstes führt die Wanderung hinunter in die Wissbachschlucht, wo man am besten zuerst dem schönen Vogelgezwitscher lauscht. Anschliessend folgt man dem kleinen Stausee. Dieser und die folgenden Industriebauten gehören noch zu dem 1892 erbauten Kleinkraftwerk. Die Wissbachschlucht bietet viele lauschige Plätzchen zum Verweilen, um die Füsse im kühlen Nass zu netzen, Staudämme zu bauen oder bei schönem Wetter ein erfrischendes Bad im Fluss zu nehmen. Am Ende der Schlucht steigt man über eine überdachte Holztreppe aufwärts und verlässt so das abwechslungsreiche Wissbachtobel. Über schöne Frühlingswiesen und auf Feldwegen geht es zum Schluss noch einmal leicht bergauf und über den Freudenberg nach Degersheim.
    Schattige Gräben und sonnige Höhen im Appenzell Nr. 2091
    Teufen AR — Hundwil, Dorf • AR

    Schattige Gräben und sonnige Höhen im Appenzell

    Tiefe Bachtobel prägen die Landschaft in Appenzell Ausserrhoden. Weil nach starken Niederschlägen immer wieder ganze Hänge abrutschen und dabei Wege, Treppen und Stege zerstört werden, ist der Wegunterhalt eine grosse Herausforderung. Ein Ort, wo das besonders gut sichtbar wird, ist das Tobel des Rotbachs bei Teufen. Kurz nach Teufen führt der Wanderweg ins lauschige Hörlibachtobel. Nach diesem ruhigen Waldabschnitt sind die nächsten paar Hundert Meter, die einer Umfahrungsstrasse entlangführen, ein grosser Gegensatz. Wenige Hundert Meter später wird es wieder ruhiger. Bevor der Wanderweg unter einer Stromleitung durchführt, gibt es die Möglichkeit, einen etwa vierzigminütigen Abstecher hinunter zum Grund des Rotbachtobels und zum eindrücklichen Höchfall zu machen. Der steile Pfad ist gut gesichert und ausgerüstet mit Stahltreppen. Nach dem Kapuzinerinnenkloster bei Wonnenstein und der Strafanstalt Gmünden geht es steil hinunter zum Rotbach, über eine Brücke und am bekannten Badeplatz Strom vorbei. Beim Aufstieg im Wald folgt die anspruchsvollste Stelle dieser Wanderung: eine fünf Meter hohe Leiter über ein Felsband. Der Weiterweg durch Stein mit der Schaukäserei und über den Höggwald nach Hundwil bietet schöne Aussicht und hübsche Häuser im Appenzeller Stil.
    Höhepunkte in den Ausläufern des Alpsteins Nr. 1095
    Steinegg — Brülisau • AI

    Höhepunkte in den Ausläufern des Alpsteins

    Zum Glück gibt es hier Wegweiser! Nicht dass die Orientierung besonders schwierig wäre, aber die Wanderwege verlaufen zwischen Steinegg und Eggli streckenweise quer über Wiesen und Weiden. So ist man froh über die gelben Schilder, die unmissverständlich über das Grünland zeigen. Wunderbar, wie es nun weichen Schrittes aufwärtsgeht. Immer besser wird die Aussicht in die steilen Kalkgipfel des Alpsteinmassivs. Dominant ist der Hohe Kasten, aber die Sicht reicht bis zum Säntis zuhinterst in diesem Gebirge. Auch auf unserer Wanderung bewegt man sich im Alpsteingebirge, auch wenn hier die Hänge schon sanfter geneigt, die Bergformen runder sind und nicht mehr weiss-rot-weiss Bergwanderwege, sondern gelbe Wanderwege dominieren. Genussvoll erreicht man somit die Anhöhe namens Eggli. Dies ist nicht der höchste Punkt der Wanderung, aber sicher ein Höhepunkt mit weiter Sicht über das Appenzell und zum St. Galler Rheintal. Passend steht hier ein einladendes Gasthaus. Dazu gehört ein Berghof, um den herum Geissen meckern, Hühner picken und Hochlandrinder wiederkäuen. Nochmals wenig ansteigend führt der Weg um den Fähnerenspitz herum. Die Aussicht wechselt nun definitiv in Richtung Rheintal und ins Österreichische Vorarlberg. Bald taucht man in dichten Wald ein, folgt einem schmalen Pfad, dann einem Kiesweg und steht auf einmal vor dem Forstseeli. Erfrischend kühl ist es hier an heissen Sommertagen, rund um den See gibt es viele lauschige Plätze zum Ausruhen und Picknicken, und auch ein offizieller Grillplatz ist eingerichtet. Nicht zu viel essen, damit der Magen nicht zu schwer wird, denn es geht nochmals hundert Meter aufwärts zum Resspass. Auf dem Abstieg nach Brülisau ist die direkteste Variante auch die schönste mit dem geringsten Hartbelagsanteil.
    Panoramatour über der Klosterstadt Nr. 1035
    Stn. St. Gallen-Haggen — Stn. Schwarzer Bären • SG

    Panoramatour über der Klosterstadt

    Ein heisser Sommertag. Wie wäre es mit einer leichten Wanderung? Nicht zu hoch, nicht zu weit, mit einer spritzigen Abkühlung zum Schluss und nicht zu fernab aller Zivilisation? Dann ab nach St. Gallen! Aber für diese Wanderung bloss einen Nachmittag einzuplanen, wäre schade, denn vor allem Kinder kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Die schweren Bergwanderschuhe braucht man nicht anzuziehen; die Route verläuft teilweise durch Stadtgebiet und daher auf Hartbelag. Vom Start in St. Gallen Haggen geht es zunächst durch den Bauernhof in Wilen, wo einen der Hofhund freundlich begrüsst. Bei der Abzweigung Riethüsli folgt man am besten dem Richtungszeiger nach Solitüde. Dort oben erwartet einen schon die erste Rastmöglichkeit und Rundumaussicht auf die umliegenden Berge und die Stadt. Hoch über dem Tal der Demut führt der Weg wieder in den Wald, den Berneggwald. Dort gibt es für die Kinder bereits das erste von drei Highlights: die Solitüdenschaukel. Diese schaukelte während Jahrzehnten Kinder und Liebespaare auf dieser Anhöhe, bis sie letztes Jahr durch eine neue (scheinbar weniger quietschende), sichere Schaukel ersetzt wurde. Hier befindet sich auch eine Grillstelle, perfekt also für Schlangenbrot, Cervelat & Co. Die nächste Attraktion lässt nach der Pause nicht lange auf sich warten: es sind die Weiher Drei Weieren mit Badeanlage. Was für eine Wohltat, während einer Wanderung an einem heissen Sommertag ins kühle Nass zu springen! Das Restaurant Dreilinden nebenan verwöhnt hungrige Wanderer mit exquisiter Küche oder mit einem kühlen Getränk. Das dritte Highlight befindet sich auch gleich in der Nähe: Es ist eine Minigolfanlage. Wenn es sich für die kleinen und grösseren Wanderer ausgespasst hat, geht es vom Chrüzhof via Ober Kapf zum Schwarzen Bären, wo die S-Bahn in 17 Minuten zurück zum Hauptbahnhof St. Gallen fährt.

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    227T Appenzell

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    Tags

    Appenzell Ausserrhoden Nordostschweiz Wanderung Sommer mittel T1

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