St-Ursanne, gare • JU

Auf einsamen Jurahöhen bei St-Ursanne

St-Ursanne, das mittelalterliche Städtchen am Doubs im Kanton Jura, besticht durch seine gut erhaltene Altstadt und die ruhige Lage zwischen Fluss und Felsen. Doch hinter der idyllischen Fassade verbirgt sich ein düsteres Kapitel: Wie vielerorts in Europa kam es auch in diesem abgelegenen Juratal im 16. und 17. Jahrhundert zu Hexenverfolgungen. Kurz nach dem Start am Bahnhof Richtung Westen biegt der Wanderweg rechts ab und führt auf einem waldigen Skulpturenweg den Hang hinauf. Die Luft ist frisch, Vögel zwitschern, und Schmetterlinge flattern umher. Ein steiler Aufstieg zum Bauernhof Outremont folgt, wo man sich im Hoflädeli mit Spezialitäten eindecken kann. Nach einem weiteren Anstieg ist die Anhöhe über Outremont erreicht. Auf einer Krete führt der Höhenweg nordöstlich durch einen lichten, verträumten Wald. Zur Linken fällt der Blick auf die grüne Ajoie und das benachbarte Frankreich mit den Vogesen. Zur Rechten eröffnet sich ein fantastischer Panoramablick auf die Clos du Doubs, den Chasseral und die Berner Alpen. Schliesslich biegt der Wanderweg in einem rechten Winkel ab und führt über eine Juraweide hinunter zum Hof Montgremay. Die Abzweigung ist signalisiert, aber die Wegspur nur schwer erkennbar. Bei Les Malettes verläuft der Weg kurzzeitig entlang der Passstrasse, und es ist etwas Vorsicht vor dem Verkehr geboten. Wenig später, bei La Caquerelle, bietet sich ein Zwischenstopp im Restaurant an, bevor es über Wiesen und Weiden sanft den Hügel hinuntergeht. Wieder im Tal unten angekommen, findet man sich plötzlich der Autobahneinfahrt von St-Ursanne gegenüber. Ein kurzer, lauter Abschnitt, bevor die Wanderung mit dem imposanten Eisenbahnviadukt Combe Maran, der lauschigen Flusslandschaft und dem etwas weiter flussabwärts gelegenen Altstädtchen nochmals einige Höhepunkte liefert.

Informazione

Agriculture und Agrotourismus Outremont, 079 613 82 75, agriculture-outremont.ch

Hôtel-Restaurant La Caquerelle, 032 426 66 56, lacaquerelle.com

Escursione Nr. 2344

Pubblicato 2026 ‒ Presentato da Sentieri Svizzeri

Angelika Imhof

Percorso dell'escursione

St-Ursanne, gare
0:00
0:00
Outremont
1:05
1:05
accommodation
shopping
Les Malettes
2:25
1:20
La Caquerelle
2:50
0:25
restaurant
accommodation
St-Ursanne
4:15
1:25
restaurant
accommodation
shopping
St-Ursanne, gare
4:35
0:20
Dettagli sulla superficie del percorso e sulla categoria sul profilo altimetrico

Proposte escursionistiche

Ein Weg zum 40. Geburtstag des Kantons Jura Nr. 1985
Glovelier — St-Ursanne, porte St-Pierre • JU

Ein Weg zum 40. Geburtstag des Kantons Jura

Aus Anlass zum 40-jährigen Bestehen des Kantons Jura wurde 2019 ein Gedenkweg eingeweiht. Dieser wurde von Freiwilligen von Jura Rando angelegt und führt von Glovelier nach St-Ursanne. Nach der Durchquerung von Glovelier geht es hinauf in die Combe du Bé. Der Aufstieg durch die Schlucht ist steil, wird auf dieser Wanderung aber fast der einzige bleiben. Auf der Krete lichtet sich der Wald und gibt den Blick frei ins Vallée de Delémont. Hier oben betten sich Wiesen und Weiden in eine hügelige Landschaft ein, wie sie auch für die nahen Freiberge typisch ist. Nach der Passage des Punkts, an dem die drei jurassischen Bezirke Delémont, Porrentruy und Franches-Montagnes zusammentreffen, beginnt schon bald der Abstieg zum Doubs. Der einem Felsvorsprung entlang verlaufende Pfad fällt steil ab, und es lässt sich leicht erahnen, wie viel Arbeit hier von den Freiwilligen geleistet wurde. Auf einem wieder etwas breiteren Weg gelangt man nach Tariche, wo ein Restaurant und ein Campingplatz Gäste am Ufer des Doubs empfangen. Hier kann mit einer Fähre übergesetzt werden – ist diese nicht in Betrieb, bleibt man bis zur Brücke bei Montmelon-Dessous auf der Südseite des Doubs. Die Route folgt dem gemächlich dahinfliessenden Doubs, bevor der Anblick des 1876 eingeweihten Eisenbahnviadukts das letzte Teilstück ankündigt. Das im Berg dahinter klaffende Loch stammt von einer ehemaligen Kalkmine, in der mittlerweile an der Lagerung von radioaktiven Abfällen geforscht wird. Den Abschluss der Wanderung bildet der Weg über die historische Pont Saint-Jean hinein ins mittelalterliche Städtchen St-Ursanne.
Teiche und Pferdeweiden in den Freibergen Nr. 0915
Bollement • JU

Teiche und Pferdeweiden in den Freibergen

Die Combe Tabeillon ist so eng, dass Eisenbahningenieuren nur eine Spitzkehre als Lösung einfiel, um sie zu bezwingen. Schon deswegen lohnt sich die Zugfahrt. Daneben gewinnt man ein paar Höhenmeter, bis man nach ein paar Tunnelpassagen bei der Station Etang de Bollement aussteigt und zum gleichnamigen Weiher absteigt. Heute steht der aufgestaute Weiher unter Naturschutz, früher versorgte er eine Sägemühle mit Wasserkraft. Der Wanderweg folgt dem Flüsschen Tabeillon im schattig feuchten Talboden und durch urwaldähnliche Flora, bis es durch einen Damm im Hochmoor von Plain de Saigne nochmals gestaut wird. Hier öffnet sich die Schlucht langsam in die typische Landschaft der Freiberge. Nur der «train rouge qui bouge» durchbricht kurz die Stille des Talbodens. Nach dem Mittagslunch in der «Auberge de la Gare» in Le Pré Petitjean, wo man auch eines der feinen herben Biere der «Brasserie des Franches Montagnes» probiert kann, führt eine prächtige Allee nach Montfaucon. Hier sollte man nicht vergessen, den «Couleur du Terroir» zu durchstöbern, einen Laden mit vielfältigen regionalen Produkten. Entlang von Pferdeweiden geht es Richtung Osten. Von Weitem lassen sich Windkraftanlagen ausmachen, steht man später direkt darunter, spürt man hautnah die Wucht der rotierenden Flügel. Die weite Sicht bis zu den Alpen lässt die Gedanken schweifen: Wie hat doch die Wasserkraft im Tal unten die Landschaft geprägt, wie tut dies die Windkraft in Zukunft? Werden die Windkraftanlagen dereinst stillschweigend unter Denkmalschutz stehen, oder entsteht hier ein Vergnügungspark, der sie als Riesenrad nutzt? Wie auch immer, mit einem kurzen, steilen Abstieg erreicht man St-Brais, von wo ein Bus nach Glovelier fährt, oder man taucht nochmals in die Combe Tabeillon ein und marschiert zum Ausgangsort zurück.
Grenzwandern bei Lucelle Nr. 0675
Lucelle • EU

Grenzwandern bei Lucelle

Ein paar Kilometer nordwestlich von Delémont, im Tal der Lucelle, direkt an der Schweizer Grenze, liegt der zur Gemeinde Pleigne gehörende Weiler Lucelle. Die Wanderung beginnt an der Bushaltestelle beim Zoll, wo ein Pfad hinter der Wandertafel Richtung Kloster hinunterführt zum Ufer des kleinen Stausees. Am Seeende über die Staumauer gehen und links die Treppe hinuntersteigen, dann taucht der Weg in den Wald und folgt mehr oder weniger ebenen Wegs der Lucelle. Linkerhand wird der Blick frei auf das ehemalige Kloster von Lucelle. Später zweigt die Route rechts ab und steigt hoch zur Löwenburg, die auf einem Höhenzug liegt. An diesem historischen Ort lässt sich gut eine Pause einlegen, dabei können Wandernde sich von der Sonne wärmen lassen und die Aussicht nach Frankreich hinüber geniessen. Zu besichtigen gibt es in Löwenburg eine gotische Kirche, eine Ruine oder ein archäologisches Museum (vorher anrufen, Tel. 032 431 12 20). Die Hofanlage gehört heute der Christoph-Merian-Stiftung und wird als Landwirtschaftsbetrieb geführt. Der kulinarische Höhepunkt erwartet Wandernde im Restaurant Moulin Neuf oder Neumühle. Im schön restaurierten, mit dem «Goût Mieux» ausgezeichneten Haus in liebevoll gestalteter Umgebung werden frische Bioköstlichkeiten auf den Tisch gezaubert, die allein schon den Ausflug wert sind. Wer müde ist nach dem Essen oder einfach noch ein wenig verweilen möchte, kann hier übernachten oder die Heimreise mit dem Bus in Richtung Laufen antreten. Alle anderen machen sich auf den Rückweg. Der folgt wieder der Lucelle und lässt dem Magen Zeit, die Köstlichkeiten zu verdauen.
Clos du Doubs Nr. 0627
St-Ursanne • JU

Clos du Doubs

Dieser Doubs ist schon ein merkwürdiger Geselle. Statt wie alle anderen Flüsse hierzulande ins Ausland zu fliessen, ist er ein ausgewachsener Einwanderer! Bei Saint‑Ursanne allerdings scheint er sich eines Besseren zu besinnen, macht linksumkehrt und verlässt nach einigen Windungen wieder unser Land. In Saint‑Ursanne beginnt diese Wanderung, und der Ort ist für sich bereits eine Reise wert. Besonders sehenswert sind im kleinen mittelalterlichen Städtchen die Stiftskirche aus dem 12. Jahrhundert und die Pont Saint‑Jean Népomucène, eine massive Steinbogenbrücke über den Doubs. Ideal: Wen es schnurstracks auf die Wanderung zieht, der verpasst gar nichts, denn das Städtchen bildet auch den Schluss dieser Rundtour. Auf der ersten Hälfte der Wanderung erklimmt man den Hügelzug in der engen Doubs‑Schlaufe, kommt durch die beiden kleinen Dörfer Montenol und Epauvillers und gelangt in La Charbonnière wieder an den Doubs. Von hier geht es, stets das nördliche Flussufer entlang, zurück nach Saint‑Ursanne. Die Vielfalt der Lebensräume am Doubs ist bemerkenswert. Entlang dem Fluss finden sich schöne Auenwälder mit Weiden, Erlen, Eschen, Ahorn und Ulmen. Hier haben zahlreiche Vögel ein Zuhause, unter ihnen der Feldschwirl, die Bekassine, der Flussuferläufer und der Eisvogel. Höher oben bedecken Buchenmischwälder die stellenweise recht steilen Hänge. Bei Tariche wurden 1972 zwei Naturwaldreservate eingerichtet, um die Entwicklung dieser strukturreichen Buchenwälder wissenschaftlich studieren zu können. Auf den letzten Kilometern führt der Weg auch immer wieder durch artenreiche, ökologisch wertvolle Trockenwiesen.

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222T Clos du Doubs

CHF 22.50

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Giura Giura Escursione Estate Escursione in alta quota e panoramica Escursione circolare Alta T1

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