Opuscolo Escursioni – Autunno26

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Escursioni – autunno 2026

10 escursioni letterarie autunnali

Le dieci proposte escursionistiche autunnali conducono in luoghi emblematici caratterizzati da fenomeni risalenti all’era glaciale, rendendo così tangibile la storia della Terra. Ci mostrano come si è formato il paesaggio che oggi diamo per scontato. Nelle Alpi bernesi, lo sguardo spazia su dolci morene ondulate, mentre in Valposchiavo affascinano spettacolari marmitte glaciali. Nella regione di Lucerna, inoltre, le pareti stratificate di ghiaia nelle cave rivelano che, in alcune fasi, il ghiaccio raggiungeva uno spessore di diverse centinaia di metri.

L'opuscolo è disponibile in tedesco e francese. 

10 proposte escursionistiche

Über eine Moräne im Val Ferret Nr. 2363
La Fouly VS — Praz-de-Fort • VS

Über eine Moräne im Val Ferret

Die Crête de Saleinaz ist eine mächtige, fast hundert Meter hohe Seitenmoräne, die in der letzten Eiszeit von einem Gletscher aus dem Mont-Blanc-Gebiet vor Praz-de-Fort hinterlassen wurde. Die steile Moräne steht wie ein künstlicher Damm quer zum Haupttal. Einst erreichte ihre Stirn sogar den gegenüberliegenden Talhang, bevor sich die Dranse de Ferret einen Weg durch die Geröllmassen bahnte und den Geröllriegel abtrug. Granitgipfel mit eindrücklichen Zackengraten säumen das sonnige Val Ferret. Von La Fouly führt die Wanderung am türkisfarbenen Staubecken vorbei hinunter ans Ufer der Dranse de Ferret und folgt ihr in leichtem Auf und Ab. Ihr breites Bachbett lässt die gewaltigen Wassermassen erahnen, die sich nach Gewittern hier talwärts wälzen. Ein kurzer, etwas ausgesetzter Wegabschnitt ist mit Stahlseilen gesichert. Schon von Weitem ist die Crête de Saleinaz im Talgrund sichtbar. Der Wanderweg führt über den breiten Scheitel der Moräne, die heute von Lärchenwald bewachsen ist. Waldboden bedeckt das Moränenmaterial, das vom kleinen Kiesel bis zum grossen Findlingsblock Steine unterschiedlichster Grössen enthält. Vom Fuss der Moräne sind es nur noch wenige Minuten bis Praz-de-Fort.
Gletscherspuren auf der Elsigenalp Nr. 2364
Elsigenalp • BE

Gletscherspuren auf der Elsigenalp

Die Landschaftsformen auf der Elsigenalp sind geprägt von Bergstürzen und eiszeitlichen Gletschern. Beim Elsigsee finden sich Buckelmoränen, die von einem Gletscher geformt wurden, der während der Eiszeiten aus dem Glögglital floss. Seine Oberfläche war mit viel Gesteinsschutt von den steilen Felswänden des Allmegrats bedeckt. Beim Abschmelzen hinterliess der Gletscher die hügelige Landschaft um den Elsigsee. Von der Bergstation auf der Elsigenalp führt der Wanderweg zuerst auf einem asphaltierten Alpsträsschen und dann auf einem schmalen Pfad zielstrebig Richtung Elsighorn. Das Bimmeln der Kuhglocken ist im Herbst verstummt und die Weiden sind abgegrast. Nach einem kurzen, steilen Abschnitt ist der Gipfel des Elsighorns erreicht. Eine grossartige Rundsicht und eindrückliche Tiefblicke ins Frutigtal belohnen den Aufstieg. Beim Abstieg ist im Süden das hügelige Gelände um den Elsigsee gut sichtbar. Die ursprünglich vegetationslosen Schutthügel sind heute mit Gras und Fichten bewachsen. Nach trockenen Sommern ist der kleine Bergsee, der keinen direkten Zu- und Abfluss hat, gegen Ende August meist ausgetrocknet. Nach Regenfällen im Herbst füllt er sich wieder.
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Zu den Kames im Greyerzerland Nr. 2365
Rossens FR, village — La Roche FR, village • FR

Zu den Kames im Greyerzerland

Kames wie bei Pont-la-Ville sind kegelförmige Hügel, die in diesem Fall der eiszeitliche Rhonegletscher hinterlassen hat. Sie entstehen, wenn Schmelzwasser auf der Gletscheroberfläche Geröll mitreisst, durch Spalten bis an den Grund des Gletschers verfrachtet und dort anhäuft. Mehrere solcher Rundhügel blieben in diesem Gebiet im Greyerzerland erhalten, weil sich der Rhonegletscher nicht mehr bewegte und sie nicht unter sich zerstörte, sondern nur noch abschmolz und zusammensackte. Von Rossens führt der Wanderweg hinunter zur Staumauer des Lac de la Gruyère, und quert auf einer Hängebrücke eine Seebucht. Der 1948 in Betrieb genommene Stausee ist volumenmässig der drittgrösste, flächenmässig der zweitgrösste und mit seinen über 13 Kilometern der längste Stausee in der Schweiz. Nach einem kurzen Aufstieg vom Seeufer hoch zum Hof Les Entos taucht der erste Kame auf. Dieser Begriff bedeutet auf Schottisch «steiler Hügel aus Lockermaterial». Formschön erhebt sich der erste Kegel vor dem fernen Gibloux mit seiner Antenne auf der anderen Seeseite. Während des weiteren Aufstiegs tauchen immer mehr dieser eiszeitlichen Kames auf. Vom Fuss des Hügels La Combert sind sie nochmals von oben zu sehen, dann steigt der Wanderweg hinunter nach La Roche.
Nach Neuchâtel verschleppter Findling Nr. 2366
Chaumont — Valangin, centre • NE

Nach Neuchâtel verschleppter Findling

Auf den ersten Blick könnte der riesige, schräg aufragende Granitfindling oberhalb von Neuchâtel auch eine Kunstinstallation sein, so ungewohnt ist sein Anblick. Mit etwas Fantasie erinnert der fast 3000 Tonnen schwere Gesteinskoloss an eine sprungbereite Kröte – immerhin ist er danach benannt, denn «Bot» bedeutet «Kröte» im Patois. Während der letzten Eiszeit vor etwa 20 000 Jahren wurde der Felsbrocken vom Rhonegletscher aus dem Mont-Blanc-Gebiet bis hierhin verschleppt. Gleich zu Beginn der Wanderung ist der zahlungspflichtige Aussichtsturm auf dem Chaumont den Franken absolut wert. Durch Wald und Weiden führt der Wanderweg anschliessend hinunter zur Geländeterrasse, wo etwas versteckt im Wald der eindrückliche und sehenswerte Findling Pierre-à-Bot thront. Nach dem Überqueren zweier Strassen biegt die Route rechts auf einen unmarkierten Waldweg ab, bevor sich nach 150 Metern wieder in einen offiziellen Wanderweg mündet. Der Weiterweg erfordert kurz vor Valangin Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Die steilen, etwas ausgesetzten Abschnitte können auf der Waldstrasse umgangen werden. Vor der Heimreise lohnt sich ein Rundgang durch das gut erhaltene Städtchen Valangin mit seinem Schloss.
Hinterlassenschaften des Aaregletschers Nr. 2367
Kirchdorf BE, Kirchgasse — Toffen • BE

Hinterlassenschaften des Aaregletschers

Diese Wanderung am Fuss des Belpbergs von Kirchdorf nach Toffen führt durch eine Landschaft, die vom eiszeitlichen Aaregletscher geprägt wurde. Die Wanderstrecke lag während der Eiszeiten unter einem Panzer von mehreren Hundert Metern Eis, das bis über den Belpberg reichte. Beim Rückzug des Gletschers blieb bei Gerzensee ein grosser Eiskörper zurück. Solches Eis ohne Verbindung zur Gletscherzunge wird als Toteis bezeichnet. Beim Schmelzen entstand eine Vertiefung, die sich mit Wasser füllte und einen See bildete: den Gerzensee. Dieser von Schilf und Feuchtwiesen umgebene Toteissee ist heute ein Naturschutzgebiet und aus einiger Entfernung vom Wanderweg aus sichtbar. Dem vom Eis modellierten Westhang des Belpbergs entlang geht es mit schöner Aussicht über das Gürbetal weiter Richtung Toffen. In einer früheren Eiszeit hobelte der Aaregletscher eine schmale und etwa 150 Meter tiefe Schlucht unter dem heutigen Talboden aus. Gegen Ende der Eiszeit gruben sich die Eismassen nicht mehr tiefer in den Talboden, sondern verbreiterten ihn. Von der einst tiefen Gletscherschlucht im Gürbetal sieht man heute nichts mehr, sie wurde mit Geröll und Geschiebe aufgefüllt.
Zu den Lössböden bei Basel Nr. 2368
Allschwil, Dorf — Basel, Neubad • BL

Zu den Lössböden bei Basel

Die Nordwestschweiz mit dem Baselbiet blieb während der Eiszeiten immer eisfrei. Doch auch hier gibt es Spuren der Eiszeit: der gelbliche Lössboden im Untergrund. Während der Eiszeiten und beim Rückzug der Gletscher verfrachteten Winde riesige Mengen an Gesteinsmehl aus den Gletschervorfeldern in die Region um Basel. Der sogenannte Löss besteht vor allem aus Kalk- und Tonmineralien und sehr feinen Quarzsandkörnern. Aus diesen Lössablagerungen entwickelten sich sehr fruchtbare Böden, die gut Wasser speichern und von den Pflanzen leicht durchwurzelt werden können. Von der Tramhaltestelle in Allschwil sind es dem Mülibach entlang nur wenige Schritte von der Stadt aufs Land. Durch farbigen Herbstwald und an abgeernteten Feldern vorbei führt der Wanderweg durch das beschauliche Mülital und dann zur Anhöhe bei Ziegelhof. Durch farbigen Buchenwald geht es hinunter zum Dorenbach. Wer Lössboden sehen möchte, verlässt bei Herzogematt den offiziellen Wanderweg und folgt einem kleinen Pfad zu den Teichen. Schon nach wenigen Schritten ist am Wegrand der gelbliche Untergrund zu sehen. Nach einer Schlaufe am Aussichtsturm vorbei zurück zum offiziellen Wanderweg geht es weiter dem Dorenbach entlang Richtung Basel.
Zu den Schotterebenen im Luzerner Seeland Nr. 2369
Emmenbrücke Kapf — Ballwil • LU

Zu den Schotterebenen im Luzerner Seeland

Vor über 80 000 Jahren transportierte der vorrückende Reussgletscher riesige Geröll- und Sandmengen aus den Alpen in die Gegend nördlich von Luzern. In der riesigen, spärlich bewachsenen Schotterebene suchten Mammuts, Wollnashörner, Rentiere und Wölfe nach Nahrung. Durch die vorrückenden und sich wieder zurückziehenden Eismassen war die Gegend mehrmals von einem Eispanzer bedeckt und wurde wieder freigegeben. Die Schichten der Schotterwände in den Kiesgruben der Gegend verraten, dass über Ballwil das Eis phasenweise mehrere Hundert Meter dick war. Vom Gewicht dieser Eismassen wurden die ursprünglich lockeren Schotterablagerungen kompakt zusammengepresst. Der Schotter im Untergrund ist heute nicht nur ein wertvoller Rohstoff für die Bauindustrie, sondern auch ein wichtiger Grundwasserleiter. Mit schönster Aussicht auf die Alpen, die Rigi und den Pilatus führt die Wanderung von Rothenburg nach Ballwil. Zwischendurch wird der Wanderweg zum schmalen Pfad, der über Weiden, an Bauernhöfen und sogar an einem Weingut vorbei führt. Kurz vor Ballwil ermöglicht eine Kiesgrube Einblick in die Vergangenheit und die Schätze im Untergrund.
Vom idyllischen Toteissee zum Zürichsee Nr. 2370
Grüningen, Stedtli — Uerikon • ZH

Vom idyllischen Toteissee zum Zürichsee

Der Lützelsee und seine Umgebung gehören zu den Landschaften und Naturdenkmälern von besonderer nationaler Bedeutung, und der See gilt als einer der schönsten der Region. Es handelt sich dabei um einen Toteissee, der gegen Ende der letzten Eiszeit entstanden ist, als sich der Linthgletscher zurückzog. Dabei trennte sich ein grosser Eiskörper von der Gletscherzunge und wurde vom Schmelzwasser mit Sand und Geröll bedeckt. Eis ohne Kontakt zur Zunge wird als Toteis bezeichnet. Bedeckt von einer schützenden Schicht schmilzt solches Eis langsam ab, und hinterlässt dabei ein Loch, das von Regen- oder Grundwasser gefüllt wird. Die meisten Toteisseen –nicht aber der Lützelsee –haben keinen Zu- und Abfluss. Von Grüningen aus führt die Wanderung durch eine hügelige Drumlinlandschaft, vorbei am Botanischen Garten. Bis Ende Oktober ist diese wunderschöne Anlage frei zugänglich. Um den Lützelsee herum lassen sich auch im Herbst einzelne Störche beobachten, die in den Feuchtwiesen Mäuse, Regenwürmer oder Frösche suchen. Sie brüten seit Jahrzehnten im Hasel. Nach Hombrechtikon führt der Wanderweg mit schönster Aussicht über den Zürichsee dem Trüllisberg entlang nach Uerikon.
Zu den Gletschertöpfen im Puschlav Nr. 2371
Sfazù, Fermata — Cavaglia • GR

Zu den Gletschertöpfen im Puschlav

Während der jahrtausendelangen Vergletscherung durch den eiszeitlichen Palügletscher entstanden bei Cavaglia bis zu zehn Meter tiefe und fünf Meter breite Gletschertöpfe und Strudeltöpfe. Sie bildeten sich, weil Schmelzwasser durch Risse und Spalten im Gletschereis bis hinunter auf den felsigen Untergrund floss. Mitgerissenes Geröll hobelte und schliff in den wirbelnden Bewegungen des Schmelzwassers während Jahrtausenden immer tiefere Löcher in den Fels, und schuf dabei Gletschertöpfe in allen Grössen. Die Wanderung von Sfazù nach Cavaglia ist nur trittsicheren, schwindelfreien Wandernden zu empfehlen. Der Wanderweg führt in kurzen und steilen Auf- und Abstiegen dem Talhang entlang. Eine besonders ausgesetzte Stelle ist mit Drahtseilen gesichert. Immer wieder gibt der Wald Blicke frei auf das tief zwischen den Bergketten eingeschnittene Val Poschiavo, dessen Geländeform ebenfalls vom Gletschereis modelliert wurde. Nach einem letzten ruppigen Abstieg auf einem Weg mit lockerem Geröll ist der Gletschergarten bei Cavaglia erreicht. Ein Rundweg führt durch den frei zugänglichen, eindrücklichen Gletschergarten mit den teilweise begehbaren Gletschertöpfen.
Rocce montonate nel Ticino meridionale Nr. 2372
Corticiasca, Paese — Lelgio, Paese • TI

Rocce montonate nel Ticino meridionale

I ghiacciai dell’era glaciale hanno modellato l’altopiano nei pressi di Gola di Lago, lasciando un paesaggio variegato caratterizzato da colline rocciose arrotondate, tra le quali si estendono oggi zone palustri e boschi di betulle, più tipici della Scandinavia che del Ticino meridionale. Da Corticiasca, con le sue caratteristiche case in pietra, il sentiero escursionistico sale attraverso il bosco e costeggia cespugli di ginestra alti quanto una persona, prima di trasformarsi in un sentiero panoramico con una magnifica vista fino alla grande croce presso il Motto della Croce. Da Davrosio si possono già ammirare dall’alto le rocce montonate di Gola di Lago. Poco prima di raggiungere questo altopiano, il sentiero attraversa in profondità la montagna il tunnel di base del Monte Ceneri. Questo tunnel ferroviario, lungo 15 chilometri e situato tra Camorino e Vezia, ha ulteriormente abbassato il tracciato dell’asse del San Gottardo della NFTA, portando il punto più alto a soli 550 metri sul livello del mare e consentendo il transito di treni merci fino a 4000 tonnellate. Circa otto minuti a ovest del passo che collega la Val Capriasca alla Val d’Isone, sull’Alpe Santa Maria, è possibile fermarsi per una pausa, acquistare specialità a base di formaggio e bevande. Durante la discesa verso Lelgio, le foglie di castagno nascondono le irregolarità e il pietrisco sul sentiero, richiedendo attenzione e concentrazione.

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Proposta escursionistica Autunno

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