Lü, cumün — Tschierv, Biosfera • GR

Einsam im Val Müstair

Zu einer Wanderung gehört etwas Süsses. Dafür gibt es im Val Müstair Schaibiettas, Haferflocken-Guetzli in Form einer Sonnenscheibe. Ihre Geschichte führt man sich am besten erst nach dem Genuss zu Gemüte. Einst mussten die Mädchen und Buben im Frühling die Weiden am Piz Terza säubern und die alten Kuhfladen zerreiben. Die Arbeit stank den Kindern gewaltig. Das bemerkten auch die Feen des Tals, und sie beschlossen, süsse Schaibiettas auf den Weiden zu verstecken. Die Kinder waren fortan nicht mehr zu halten, die Weiden im Nu für den Alpsommer bereit. Die auf einem alten Rezept basierenden Schaibiettas und die Kuhfladengeschichte wurden eigens kreiert, um das Val Müstair bekannter zu machen. Die Reise ins Bündner Südtal lohnt sich aber ohnehin: Es lockt eine einfache Tour auf einen Fast-Dreitausender, mit Aussicht über das Unterengadin, den Vinschgau und zum Ortler, dem höchsten Berg Tirols. Nach dem Start im urtümlichen Dorf Lü werden die Alpen Valmorain und Tabladatsch erklommen, viele alte Lärchen leisten Gesellschaft. Über steile Weiden erreicht man sodann den tiefblauen Bergsee auf der Fuorcla Sassalba. Im letzten Teil schlängelt sich der Weg elegant zwischen Felsblöcken hindurch zum Gipfel des 2908 Meter hohen Piz Terza. Der Berg steht just auf der Grenze zu Italien. Zurück bei der Fuorcla Sassalba beginnt das lang gezogene Tal der Clemgia, deren Wasser einen fast bis zum Pass da Costainas begleitet. Vorbei an der Alp Champatsch folgt der Abstieg dem Bergbach Aua da Laider entlang nach Tschierv – durch einen Lärchenwald, der im Oktober golden leuchtet.

Informazione

Erreichbar ist «Lü, cumün» mit dem Bus ab Zernez und Fuldera. Zurück ab «Tschierv, Biosfera».

Pension Hirschen Lü, 081 858 51 81, www.hirschen-lue.ch
Restaurant «La Posa» Alp Champatsch,
079 766 80 20
Hotel Al Rom Tschierv, 081 858 55 51, www.hotel-al-rom.ch

Escursione Nr. 1564

Pubblicato 2019 ‒ Presentato da Sentieri Svizzeri

Daniel Fleuti

Percorso dell'escursione

Lü, cumün
0:00
0:00
Alp Tabladatsch
1:07
1:07
Fuorcla Sassalba
2:13
1:06
Piz Terza
3:05
0:52
Fuorcla Sassalba
3:36
0:31
Pass da Costainas
4:31
0:55
Alp Champatsch
5:01
0:30
restaurant
Tschierv, Biosfera
5:59
0:58
Dettagli sulla superficie del percorso e sulla categoria sul profilo altimetrico

Proposte escursionistiche

Trionfo di fiori sopra Val Monastero Nr. 2143
Sta. Maria Val Müstair, cumün — Müstair, Clostra Son Jon • GR

Trionfo di fiori sopra Val Monastero

Nelle alte vallate grigionesi talvolta ci vuole un po’ prima che la neve si sciolga sui sentieri escursionistici e i primi fiori spuntino dal terreno. Quando però arriva questo momento, il trionfo di fiori è ancora più impressionante. Solitamente verso fine maggio o inizio giugno i prati si trasformano in tavolozze variopinte, e gli escursionisti fanno fatica a distogliere gli occhi dal suolo per guardare di nuovo lontano. La primavera montana è particolarmente suggestiva in Val Monastero, l’angolo più a est della Svizzera. Non per niente dal 2010 la regione è stata riconosciuta riserva della biosfera da parte dell’UNESCO. A Santa Maria, centro della valle, inizia un’escursione che offre splendide panoramiche sia sui prati fioriti che sulle montagne circostanti. Dalla fermata dell’autopostale lungo l’incredibilmente stretta strada principale, si torna indietro per qualche metro per poi scendere verso la riva del torrente Rom. Seguendo controcorrente le turbinose acque del torrente, il sentiero conduce per campi e banchi di ghiaia fino a deviare a destra verso Craistas e Lü. Dopo aver superato la ripida salita fino ai casali Valpaschun e Craistas, si viene ricompensati da magnifici prati fioriti. Dopo aver percorso un breve tratto asfaltato, si prosegue per una strada forestale pressoché rettilinea lungo il versante sud in direzione di Terza. Sul versante opposto della valle si allineano le vette al confine con l’altoatesina Val Venosta: Piz Minschuns, Piz Costainas, Piz Cotschen. Il ristorante di montagna Terza ben si presta per una sosta con vista panoramica dalla terrazza. Il sentiero scende poi serpeggiando attraverso pascoli di pecore fino al borgo monastico Müstair. Qui vale davvero la pena di visitare il monastero benedettino Son Jon, patrimonio mondiale dell’UNESCO. Nel lungo centro storico, tuttavia, si possono ammirare anche bellissime case riccamente decorate con sgraffiti.
Isenthaler Erinnerungen Nr. 1333
Ristis — Isenthal, Seilbahn St. Jakob • OW

Isenthaler Erinnerungen

Das Isenthal ist das nördlichste Tal im Kanton Uri. Fast etwas abseits und für sich allein liegt es, hoch über dem Vierwaldstättersee. Der Seeweg war denn auch bis 1951 die einzige Verbindung mit dem übrigen Uri. Vielleicht ist es diese lange Abgeschiedenheit, welche die Leute hier miteinander verbindet? Die Isenthaler sind stolz auf ihr Dorf und ihr Tal, bis heute. Aber wie lebte es sich im Isenthal vor bald hundert Jahren? Auf der Website der Isenthaler Kulturkommission sind Fotos aufgeschaltet, die zeigen, wie die Isenthaler früher die Freizeit verbrachten, arbeiteten und Feste feierten. Die Fotos sind ein beeindruckendes Sozialporträt der letzten hundert Jahre und zugleich eine Studie über das Leben einzelner Personen und Familien. Die Wanderung ins Isenthal beginnt gelb markiert auf dem Ristis, an der Endstation der Seilbahn Brunni. Von hier steigt man über einen weiss-rot-weissen Bergwanderweg zur Rugghubelhütte auf und weiter zum Rot Grätli. Es ist der höchste Punkt der Wanderung und zugleich der Übergang in den Kanton Uri. Vorbei am kleinen Gletscher Schöntaler Firn und - vorübergehend weiss-blau-weiss markiert - über die Unter Engelberger Egg und das Schöntal geht es zur Grossalp. Man sieht den Uri Rotstock, den höchsten Berg weitherum, mit seiner Kappe aus rotem Gestein obendrauf. Und man erhält einen Eindruck von der Weite und Grosszügigkeit des Isenthals. Über das lange Grosstal hinaus erreicht man die Talstation der Seilbahn St. Jakob.
Dem Val Müstair entlang Nr. 0792
Ofenpass — Müstair • GR

Dem Val Müstair entlang

Wer gerne lange unterwegs ist und die Abwechslung schätzt, kommt auf der Panoramaroute zwischen dem Ofenpass und Müstair voll auf die Rechnung. Zuerst sind Herz und Kreislauf bei einem steilen, aber ungefährlichen Anstieg im Valbella gefordert. Mit dem Erreichen der Höhe ist genussreiches Höhenwandern durch eine faszinierende Stein‑ und Gerölllandschaft und Nadelwald garantiert. Die kurzen Zwischenanstiege sind jeweils rasch bewältigt, und schier das Anspruchsvollste folgt zum Schluss mit dem steilen Abstieg, der in die Beine fährt. Die Vielseitigkeit macht die Strecke hoch über dem Cologna‑Tal attraktiv – der Langlauf‑Olympiasieger und -Weltmeister Dario Cologna wuchs in Tschierv auf. Fauna und Flora sind prächtig. Der Blick ins Tal und auf die Dörfer ist ebenso reizvoll wie jener auf die Bergkette und vor allem auf den imposanten Ortler, das unverkennbare Wahrzeichen des angrenzenden Südtirols. Und auch die einzelnen Orte haben einiges zu bieten. Etwa Lü, das mit seinen 1920 Metern über Meer bis zur Gemeindefusion im Jahr 2009 – alle Münstertaler Gemeinden fusionierten zu Val Müstair – als höchstgelegene Gemeinde Europas galt. Lü ist ein Geheimtipp für Botaniker und Pflanzenkundler, weil hier seltene Orchideen, Braunwurzgewächse und Heilpflanzen gedeihen. Wegen des klaren Himmels und der Höhe befindet sich in Lü das «Alpine Astrovillage», ein Zentrum für Sternenbeobachtungen und Astrofotografie. Und auch Müstair, das östlichste Dorf der Schweiz, bietet Faszinierendes. Berühmtheit erlangt hat das Kloster St. Johann, das zum Weltkulturerbe der Unesco zählt.
Auf den Munt la Schera im Nationalpark Nr. 2180
Buffalora P10 — Il Fuorn P6 • GR

Auf den Munt la Schera im Nationalpark

Kurz nachdem Schweden 1909 mit dem Sarek-Nationalpark den ersten Nationalpark in Europa gegründet hatte, folgte die Schweiz am 1. August 1914 mit dem zweiten. Zu diesem Zeitpunkt war bereits ein grosser Teil des heutigen Nationalparkgebiets durch intensive Nutzung ausgebeutet und kahlgeschlagen worden. Doch dank des strengen Schutzes konnte sich bis heute wieder ein einzigartiger Reichtum an Pflanzen- und Tierarten entwickeln. Auf dieser Wanderung stehen die Chancen gut, Huftiere wie Hirsche, Gämsen oder Steinböcke aus naher Distanz zu beobachten, da die Tiere hier nicht gejagt werden. Bei Buffalora führt der Wanderweg durch das Bachbett der Ova dal Fuorn und weiter hoch zur Alp Buffalora. Am Fuss des Munt Chavagl mit seinen auffälligen Erdströmen beginnt das Nationalparkgebiet. Die gut markierte Wanderung bietet immer wieder wunderbare Ausblicke über herbstlich verfärbte Lärchenwälder und Gipfel. Spätestens auf dem Munt la Schera lohnt sich ein Blick in den Himmel, wo regelmässig Bartgeier kreisen. Hinter dem türkisfarbenen Wasser des Stausees im Livignotal leuchten die verschneiten Gipfel im Berninagebiet. Der zu Beginn etwas steilere Abstieg über lockeres Geröll erfordert Trittsicherheit. Nach der Alp la Schera führt der Wanderweg durch einen Föhrenwald hinunter nach Il Fuorn.

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Grigioni Svizzera sudorientale Escursione in montagna Estate Escursione in alta montagna Escursione in alta quota e panoramica Alta T2

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