Gumen — Glattalp • GL

Von Braunwald GL auf die Glattalp SZ

Sie ist eine der ältesten und mächtigsten ihrer Art, die Oberallmeindkorporation Schwyz (OAK). Ihre Wurzeln gehen zurück ins Jahr 1114, ihr Besitz umfasst mit 24'000 Hektaren Land, gut einen Viertel des Kantons Schwyz. Wälder, Alpen, Strassen, Naturschutzgebiete, Immobilien und Energieanlagen nennt die OAK ihr Eigen. Wandert man im Kanton Schwyz, ist es also gut möglich, dass man Land der OAK betritt oder einem der rund 20'000 Korporationsbürgern begegnet. Die Charetalp zwischen dem glarnerischen Braunwald und der Glattalp gehört dazu. Hier sömmern 1000 Schafe und eine Handvoll Ziegen. Eine gute Stunde braucht man, um ihr lang gezogenes Weidegebiet zu passieren. Der Einstieg vom Gumen bis zum Bützi zeigt sich rau, die 250 Höhenmeter Aufstieg erfordern unerwartet viel Energie. Anstrengend ist auch die Fortsetzung über die riesigen Karrenfelder. Auf dem stark zerfurchten Untergrund sind guter Tritt und Orientierungssinn gefragt. Schnell vorwärts kommt man nicht. Die anschliessende Querung der Weiden von Erigsmatt und der Charetalp mit viel Schafkontakt ist sodann purer Genuss. Und hat man das Ende des Weidegebiets erreicht, heisst es, im Alphüttli vorbeizuschauen. Auf der Charetalp stellt die Familie Betschart feinen Schaf- und Ziegenkäse her. Eine willkommene Energiequelle, denn zum Abschluss der Tour überquert man noch den Glattalpfirst beim Grossbodenkreuz, einem Aussichtspunkt erster Klasse über die wilde Glattalp.

Informazione

Erreichbar ist «Braunwald, Bergstation Gumen» mit der Luftseilbahn ab Braunwald. Zurück ab Glattalp mit der Luftseilbahn und dem Bus nach Muotathal und Schwyz.

 

Berggasthaus Gumen, 055 643 13 24, www.gumen.ch
Berggasthaus Glattalp, 041 830 12 04, www.berggasthaus-glattalp.com
SAC-Hütte Glattalp, 041 830 19 39, www.glattalphuette.ch
Auf der Charetalp Verkauf von Schaf- und Ziegenkäse

Escursione Nr. 1899

Pubblicato 2021 ‒ Presentato da Sentieri Svizzeri

Daniel Fleuti

Percorso dell'escursione

Gumen
0:00
0:00
Bützi
0:47
0:47
Erigsmatt
1:51
1:04
Charetalphüttli
2:49
0:58
Grossbodenkreuz
3:34
0:45
Glattalp
4:07
0:33
Dettagli sulla superficie del percorso e sulla categoria sul profilo altimetrico

Proposte escursionistiche

Von Braunwald zum Oberblegisee Nr. 2075
Braunwald, Grotzenbühl — Brunnenberg • GL

Von Braunwald zum Oberblegisee

Langsam rutscht der Kurort Braunwald talwärts. Grund dafür sind der Untergrund und das Wasser: Auf dem Fels liegt eine Art schmieriger Lehm. Je mehr Wasser fliesst, desto schneller bewegt sich die Rutschmasse. Durchschnittlich sind es drei bis vier Zentimeter pro Jahr, also drei bis vier Meter in hundert Jahren. Grund zur Sorge besteht aber nicht: Zahlreiche Messstationen schlagen sofort Alarm, wenn sich das Gebiet mehr bewegt als berechnet. Für diese Wanderung auf Braunwald zum Ober-blegisee geht es mit der Gondel aufs Grotzenbüel. Bei der Bergstation erwartet die Kinder ein grosser Spielplatz mit Rutschbahn, Trampolin und Boulderwand. Braunwald ist bekannt als Familiendestination. Brunnen, Schläuche, Sumpf – auffällig ist unterwegs das viele Wasser. Was viele nicht wissen: Ursprünglich hiess der Ort «Brunnwald». Der Name wurde fälschlicherweise als «Braunwald» ins Hochdeutsche übertragen. In knapp eineinhalb Stunden führt ein breiter Weg auf die Bösbächialp und zum «Bächibeizli». Nach dem Zmittag geht es weiter Richtung Oberblegisee. Der Weg ist nun rot-weiss markiert und führt eine halbe Stunde über Stock und Stein zum attraktiven Ausflugsziel: Direkt hinter dem See erhebt sich eine hohe Felswand. Mutige wagen einen Sprung ins kühlende Nass. Nach rund 40 Minuten teils steilen Abstiegs kommt das Ziel Brunnenberg in Sicht. Von hier befördert eine 8-Personen-Gondel die Gäste ins Tal nach Luchsingen.
Bergseen Nr. 0694
Glattalp — Grotzenbüel • SZ

Bergseen

Eisig ist es im Winter auf der Glattalp, Temperaturen um 30 Grad unter dem Gefrierpunkt sind keine Seltenheit, 1991 wurden gar Temperaturen von über 50 Grad unter Null gemessen. Im Spätsommer hingegen präsentiert sich der See als liebliche Ausflugsdestination. Mühelos gewinnen Besucher die Höhe der Alp dank dem heute vor allem touristisch genutzten Materialbähnchen des Wasserkraftwerks; am See selbst strecken sich Grasmatten dem Ufer entlang und die breiten Wege erinnern an Parkwege im Unterland. Wer hingegen die Überschreitung nach Braunwald im Glarnerland wagt, begibt sich in Gämsenland. Deutlich spiegelt sich im Glattalpsee schon der Abschluss des kleinen Hochtals, die Furggele: ein Sattel aus losem Geröll, der sich zwischen Höch Turm und Ortstock spannt. Zwei Schritte vor, einen zurück kämpft man sich aufwärts; wer Wanderstöcke dabei hat, ist gut beraten. Oben auf der Furggele weitet sich der Blick hinüber zum Glärnisch und zurück zu den vergletscherten Innerschweizer Bergen. Ein letzter Rest Gletscher liegt auch unter dem Geröll auf der Schattseite der Furggele verborgen, der Weg hält sich jedoch rechts davon und führt über eine verlandete Ebene zum oberen Ende einer Steilstufe, dem Bärentritt. Nun ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangt, der Abstieg ist aber mit Drahtseilen gut gesichert. Im Rücken schliessen sich die Kalkpfeiler zu einer trutzigen Arena aus Fels und der Weg schlängelt sich über sonnige Matten der Bergstation Grotzenbüel und dem Ferienort Braunwald entgegen.
Das autofreie Braunwald Nr. 0673
Grotzenbüel — Braunwald Bergstation • GL

Das autofreie Braunwald

Auf eine Bergterrasse westlich oberhalb von Linthal im Kanton Glarus schmiegt sich Braunwald. Seit 1907 ist eine Standseilbahn Zubringerin zum autofreien Ferienort - deren gibt es in der Schweiz bloss acht. Nach einem kurzen Gang vorbei an der Bruder-Klaus-Kappelle, trägt einen die Gondelbahn nach Grotzenbüel, wo Wandernde im Bergrestaurant bei einem Kaffee erst einmal ankommen und die schöne Gegend geniessen können. Wie wäre es mit einem Ausflug auf den Ortstock an einem anderen Tag? Und, aha, die Eggstöcke (mit Klettersteigen) sind es, die sich in nördlicher Richtung erheben. Für diese Wanderung geht es ebenen Weges los und dann in stetigem Auf und Ab weiter. Anfangs tauchen immer wieder einmal Wegweiser und Objekte des Zwergenweges auf: Es ist ein Themenweg für Familien, der entweder in Gumen oder als moderate Variante ebenfalls in Grotzenbüel startet und Kinder zum Beispiel mit der Aussicht auf einen Besuch im Zwergenschloss zum (Weiter-) Wandern motiviert. Via Ortstockhaus führt die Route mal über Alpwiesen, mal durch Waldstücke abwärts zum Bergetenseeli, in dem Kälteresistente vielleicht ein Bad wagen. Nach einem steilen Abstieg ist das Restaurant Nussbühl in Nussbüel erreicht, das weitherum bekannt ist für seinen Gugelhopf. Nun geht es wieder nach Braunwald zurück, wo nach einem erneuten Marsch vorbei an der Gondelbahn Hüttenberg-Grotzenbüel das Märchenhotel Bellevue vor einem liegt, wo man den Tag bei einem Glas «gespritztem Glarner» ausklingen lassen kann.
Gasthaus Bergli, Linthal Nr. 0495
Gumen — Linthal • GL

Gasthaus Bergli, Linthal

Von Linthal fahren Wandernde mit der Standseilbahn hinauf nach Braunwald und weiter mit der Kombibahn auf den Gumen. Der Weg beginnt links vom Gasthaus und führt geradeaus unterhalb des Vorderen und des Hinteren Eggstocks. Bald zweigt er links ab und das Ortstockhaus taucht auf (schöne Sonnenterrasse mit Weitblick). Bei Chatzenstafel verzweigt sich der Weg erneut. Um nach Ober Stafel zu gelangen, halten Wandernde sich rechts. Der Pfad weitet sich hier zur Alpwirtschaftsstrasse. Kurz nach Ober Stafel biegt die Route rechts ab und steigt nun wieder etwas an. Bald wird das «verzauberte» Bergetenseeli erreicht. Der Weg führt leicht steigend durch dichtes Erlengebüsch zur Rieter Ortstafel. Zwischen Alphütten geht es in einer letzten Steigung hinauf zum Felsgrat. Von hier an führt die Route steil bergab. Der Weg über die ausgetretene Kuhweide ist etwas schwer zu erkennen: Generell einfach fast senkrecht hinunter zur Alp Rietberg wandern. Von Rietberg sind es fünf Minuten Marschzeit zum Berggasthaus Nussbüel, wo es eine Terrasse, einen Spielplatz und den «besten Gugelhopf der Welt» gibt. Der Weg Richtung Klausenpassstrasse führt geradeaus in den Wald. Bei der Verzweigung danach biegt die Route links ab und erreicht so bald die Passstrasse. In der Kurve zweigt der Fussweg von der Strasse ab, führt steil eine Wiese hinunter und hält sich dann links dem Bach nach. Über einen kleinen Hügel an einem Bauernhaus vorbei, dann erwartet einen das Restaurant Bergli. Hier können Wandernde ins Postauto nach Linthal steigen oder den Wegweisern folgen. Der Pfad führt den Hang hinunter, die Passstrasse kreuzend, zur Stelle, wo der Fätschbach in die Linth fliesst. Dann geht es geradeaus dem Fluss nach zum Bahnhof.

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Tag

Glarona Svizzera sudorientale Escursione in montagna Estate Escursione al laghetto alpino Escursione in alta quota e panoramica Media T3

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